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Mit Messdiagnostik Wartungs- und Heizkosten sparen

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Inhaltsverzeichnis

In jedem Haus steht eine Heizungsanlage, die optimiert werden kann. Doch was tun, wenn die nötigen Daten dazu fehlen? Dann braucht es jemanden wie meinen heutigen Podcast-Gast: Felix Hug misst, wo andere nur raten. Er wertet Daten aus, um die Anlage effizienter zu machen und um Heizkosten einzusparen. Dieses Verfahren nennt sich auch Heizungsmanagement. Du erfährst in diesem Baublog unter anderem, wie du als Hausbesitzer optimal davon profitierst und was die häufigsten Probleme bei bestehenden Heizungen sind.

Felix ist Geschäftsführer und Mitgründer von Electrojoule, einem Partner von e-globe solutions. Er ist gelernter Maschinenmechaniker, hat Maschinenbau studiert und sich auf dem Gebiet der Energietechnik spezialisiert. Seine Arbeit mit Electrojoule fasst Felix so zusammen:

«Wir kümmern uns um das Wohlergehen von Heizungen.»

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Was versteht man unter Heizungsmanagement?

Für Felix ist Heizungsmanagement die treuhänderische Führung einer Heizungsanlage während dem gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme bis zur Sanierung. Das geschieht anhand von Daten, die von Electrojoule über ein eigenes Monitoring-System erhoben werden. Dieses schickt im Minutentakt Temperaturdaten an den Server. So kann das Unternehmen Diagnostik betreiben und feststellen, ob es einen Handlungsbedarf gibt.

Mit Handlungsbedarf kann eine einfache Heizungseinstellung gemeint sein. Im schlimmsten Fall braucht es eine Intervention, im Zuge derer ein Installateur eingreifen muss. Electrojoule wird aber nicht selbst aktiv, sondern sagt lediglich, was zu tun ist und beauftragt dann eine andere Firma. Die Abwicklung und Koordination funktioniert dank einer App von e-globe solutions, einem Kooperationspartner vom Bauherren Podcast Schweiz. (Du findest hier beispielsweise einen Baublog mit dem Geschäftsführer Felix Merz zum Thema Glasfaser.)

Die Hauptkunden sind Besitzer von Mehrfamilienhäusern mit bestehenden Anlagen, die Felix und sein Team mit Sensoren ausrüsten. Das Unternehmen führt also keine Planungen von neuen Heizungen durch, sondern kümmert sich nur um bereits bestehende Anlagen.

«Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Wärmepumpe, eine Ölheizung oder eine Fernwärmestation handelt.»

Auch Solaranlagen, das Trinkwarmwasser und die Verteilung der Wärme im Haus können vom Unternehmen kontrolliert werden.

Logo electrojoule

Die Vorteile: Wartungs- und Heizkosten minimieren

Wann merkst du, dass du den Regenschirm vergessen hast? Meistens erst, wenn es zu regnen beginnt und du ihn bräuchtest. Mit der Heizung ist es ähnlich: Die meisten Hausbesitzer merken erst dann, dass etwas nicht stimmt, wenn im Winter die Radiatoren kalt bleiben. 

Das Heizungsmanagement setzt bei der Wartung an – das Einsparen von Energie (ca. 10-15%) und Heizkosten ist dabei ein schöner Nebeneffekt. Mit Messdiagnostik macht man nicht einfach jedes Jahr einen Service, sondern dann, wenn die Daten es verlangen. So weisst du ausserdem, dass deine Heizung immer optimal eingestellt ist, was den Verschleiss der Anlage verringert und die Lebensdauer verlängert.

Damit steht Electrojoule im Konkurrenzkampf mit dem klassischen Wartungsvertrag. Dort wird die Anlage lediglich einmal im Jahr kontrolliert. Felix ist der Meinung, dass dabei wichtige Daten fehlen, die ihnen ständig für Statistiken und Diagnosen zur Verfügung stehen.

«Dazu kommt, dass auch bei unserer Dienstleistung eine jährliche Kontrolle vor Ort vorgesehen ist.»

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Heizungsmanagement betreibende Unternehmen alles über deine Heizung weiss und dies an den Installateur weitergibt. So ist der Fachmann perfekt vorbereitet, wenn er an deine Anlage muss, und kann alles im ersten Anlauf beheben.

Logo e-globe solutions

Die ersten Schritte beim Heizungsmanagement

Wenn sich nun ein Kunde entschliesst, mit der Messdiagnostik Wartungs- und Heizkosten zu sparen, kommt jemand von Electrojoule vorbei und rüstet die Anlage aus. Die Installation dauert bei einem normalen Mehrfamilienhaus rund 2 Stunden, wobei etwa 10 Temperatursensoren zum Einsatz kommen. Die sind überall positioniert, wo Energie fliesst. Zum Beispiel: Heizungsvorlauf und -Rücklauf, Kaltwasser-Zulauf, Vorlauf und Rücklauf bei der Heizgruppe und so weiter.

Die Sensoren werden an ein Gerät angeschlossen, das die Daten über ein Mobilnetz in die Cloud schickt. Dann hat Electrojoule Zugriff auf die Daten und zeichnet sie auf.

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Häufig entdeckte Fehler

Häufig sind altbekannte Probleme wie das mit der Heizkurve. Dabei geht es um die Frage: Wie viel Vorlauftemperatur mischt die Heizgruppe bei welcher Aussentemperatur? Die Heizkurve ist laut Felix oftmals falsch eingestellt, was zu Verlusten im System führt. Mit der richtigen Einstellung ist ein kontinuierlicher Betrieb mit weniger Verschleiss möglich.

Ein anderes häufiges Problem stellt die Brauchwarmwasser-Temperatur dar. Zum Teil sind da über 70 Grad eingestellt. Bei neueren Häusern reichen hier ca. 52 Grad, bei älteren so um die 56 Grad, sagt Felix. Einzig zum Schutz vor Legionellen muss das stehende Wasser im Boiler ab und zu auf über 60 Grad erhitzt werden (nur, wenn das Wasser nicht im Durchlauf erhitzt wird). Auch wenn der Boiler kalkhaltig ist, erkennt man das mit der Messdiagnostik innerhalb weniger Tage aufgrund des Ladeverhaltens der Heizung.

Mehr dazu

Du findest noch mehr Infos und die neusten News zum Unternehmen auf der Website von Electrojoule. Felix Hug hat ausserdem ein persönliches Profil auf LinkedIn, das du dir hier ansehen kannst.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen.

Beste Grüsse
Marco

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