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Gigaschnell: Mit Glasfaser in die Zukunft

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Unser heutiger Gast hat eine klare Meinung: Der Glasfaser-Anschluss sollte ein Schweizer Grundrecht sein. Felix Merz, CEO der Firma e-globe solutions, erklärt im Interview, weshalb Glasfaser so wichtig ist und worauf du beim Hausbau achten musst. Ausserdem sprechen wir auch darüber, ob 5G vielleicht Abhilfe schaffen könnte. Und natürlich schauen wir uns die Kostenfrage an. Vorweg lässt sich dazu – wie so oft – feststellen: Frühzeitig planen ist sehr viel günstiger als eine nachträgliche Installation.

Felix ist theoretischer Physiker, Pionier der ersten Stunde im Bereich der Glasfaser-Technologie und seit 1993 in der Telekom-Industrie tätig. e-globe solutions wurde 2014 gegründet. Die Software- und IT-Firma hat ihren Schwerpunkt auf Prozessautomatisierung und Digitalisierung. Felix hat mit seinem Unternehmen mitgeholfen, die IT-Systeme aufzubauen, die es für ein flächendeckendes Glasfaser-Netz benötigt.

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Was hat es mit Glasfaser auf sich?

Die Glasfaser-Infrastruktur bietet die Möglichkeit Daten zu übertragen. Für Felix ist klar: Glasfaser ist die Zukunftstechnologie für die Telekom-Industrie schlechthin. In anderen Ländern werden schliesslich schon seit Jahren transkontinentale Netze aus diesem Material gebaut.

Auch in der Schweiz hat man längst mit dem Bau von Glasfaser-Netzen begonnen. Es gibt dabei 3 verschiedene Arten: Glasfaser bis in die Strasse (FTTS), Glasfaser bis zum Haus (FTTB) und Glasfaser bis in die Wohnung (FTTH).

Glasfaser bis in die Strasse bringt schon eine Verbesserung. Für den ultimativen «Boost» im Netz sorgt aber Glasfaser bis ins Haus. Damit ist nämlich eine Up- und Download-Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s möglich – das ist etwa hundert Mal schneller als die herkömmliche Technologie! 

«Mit 10 Gigabits könnten 10 Leute an einem Anschluss für sich fernsehen und dazu gamen und es wäre noch immer kein Problem.» 

Logo e-globe solutions

Und weshalb haben es hierzulande nicht alle?

Glasfaser-Netze zu bauen, ist relativ teuer. Die Stadt Zürich zum Beispiel hat dafür mehrere hundert Millionen Franken in die Hand genommen. Gerade für ländliche Gemeinden ist die Finanzierung leider oftmals sehr schwierig.

Dort gibt es aber Bestrebungen der grossen Provider wie der Swisscom, zumindest ein FTTS-Netz anzubieten. Der letzte Teil der Infrastruktur wird dann klassisch über Kupfer gemacht (ADSL-Technologie).

«Das müsste in der Schweiz eigentlich jeder Person und jedem KMU zur Verfügung stehen.»

Kann 5G nicht Abhilfe schaffen? Felix findet, dass 5G durchaus ein Fortschritt ist zu dem, was wir heute haben. Vor allem für ländliche Gebiete, wo man einfach schnell eine Antenne aufstellen kann. Doch es werde das eigentliche Problem nicht lösen. Wegen ihrer grossen Leistung wird die Glasfaser das Einzige sein, das wirklich Abhilfe schaffen kann.

Darauf musst du als Bauherr achten

Für die Arealentwicklung ist es wichtig, sich darüber zu informieren, wie die Situation betreffend Netze in der Gemeinde ausschaut. Was steht zur Verfügung? Was hat die Swisscom hier schon gemacht? Vielleicht gibt es bereits FTTS; vielleicht liegt auch bei der Gemeinde ein Angebot vor.

Wie Felix berichtet, gibt es sogar Gemeinden, in denen der Hausbesitzer das Glasfaser-Netz bis ins Haus nicht selbst leisten muss. All das solltest du als Investor natürlich in der Planung früh berücksichtigen und abklären.

Felix hofft, dass in 10 Jahren 85 oder sogar 90 Prozent aller Häuser in der Schweiz am Glasfasernetz angeschlossen sind. Heute sind es etwa 50 bis 60 Prozent – aber der Grossteil davon ist in den Städten, die ländlichen Gebiete sind noch benachteiligt.

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Mit welchen Kosten musst du rechnen?

Die Frage nach den Kosten ist hier nicht so einfach zu beantworten. Bei einem bestehenden Einfamilienhaus ohne Anschluss kostet die Erstellung des Anschlusses von der Strasse ins Haus ein paar tausend Franken. Bei Mehrfamilienhäusern musst du mit einer grösseren Investition rechnen.

«Sehr schlecht wäre es, wenn du beim Neubau merkst, dass die bestehenden Anschlüsse nicht ausreichen.»

Ein nachträgliches «Aufrüsten» ist sehr viel mühsamer und teurer. Deshalb gilt: Früh planen und entscheiden, ob für dich dieser grosse Mehrwert die Kosten rechtfertigt.

Setzt du auf das sogenannte Smart Home, wo verschiedene automatisierte Systeme online miteinander kommunizieren, ist ein Glasfaser-Anschluss eigentlich fast unumgänglich. In dem Fall könnte für dich auch diese Folge interessant sein.

Besuche für mehr Infos die Website von e-globe solutions und vernetze dich mit Felix Merz auf Linkedin.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen.

Beste Grüsse

Marco

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