
Was ist grünes Wohnen?
Gemäss Rolf gibt es viele Parameter, die stimmen müssen, damit man von «grünem Wohnen» sprechen kann. Dazu gehört ein geringerer Energieverbrauch, nachhaltige Heizungen und Baustoffe. Auch bei der Isolation wird viel passieren, da ist sich Rolf sicher. Herkömmliche Styrol-Platten würden durch Mineralwollen ersetzt werden, die auch Vorteile in der Akustik und im Brandschutz bieten.Grün bauen: eine lohnende Investition
Musst du als Bauherr zwingend mit Mehrkosten rechnen, wenn du grünes Wohnen fördern möchtest? Momentan ist die Anpassung der oben erwähnten Parameter in vielen Fällen etwas teurer. Du musst allerdings beachten, dass dies alles Anforderungen sind, die in zehn Jahren ziemlich sicher vom Markt verlangt werden. Hier gilt: Lieber eine höhere Anfangsinvestition tätigen, als später nachrüsten zu müssen. «Wir bauen ja schliesslich für die Zukunft.» Dazu kommen diverse Subventionierungsmöglichkeiten, die nachhaltiges Bauen fördern. Dies fängt schon bei der Finanzierung an: Es gibt Finanzierungsinstitute, die günstigere Angebote machen, je grüner dein Bauvorhaben ist. Auch die Sanierungen von Fassaden und Fenstern können einen beträchtlichen Zustupf erhalten. Dem Thema Fördergelder für Sanierungen habe ich übrigens eine separate Folge gewidmet, die du hier nachlesen kannst.
Wo findet der Bauherr noch Bauland?
Um nachhaltiges Wohnen fördern zu können, braucht der Bauherr oder Investor natürlich zuerst einmal das passende Land. Das ist tatsächlich nicht mehr so einfach, wie Rolf selber weiss. Es gibt dafür die gängigen Plattformen, auf denen die meisten zuerst suchen. Rolf empfiehlt jedoch, das persönliche Netzwerk zu nutzen und die richtigen Leute anzusprechen. Auch eine Möglichkeit sind Suchaufträge bei Maklern oder Banken. Oder du kannst ganz direkt die Besitzer eines Grundstücks anschreiben.Weitere Herausforderungen für Bauherren
«Je teurer man einkauft, desto höher ist das Risiko.» Rolf findet, es werde generell sehr teuer eingekauft und dementsprechend gehen viele private Bauherren ein grosses Risiko ein. Dazu kommen unheimlich viele Auflagen – bauen wird immer komplizierter. Deshalb brauchen Bauherren die richtigen Partner, die sie begleiten. Wenn ein Laie baut, ist ein externer Experte zur Qualitätssicherung unumgänglich. Mit welchen Mitteln lassen sich diese Risiken reduzieren? Der wichtigste Tipp ist, ein gutes Team zu haben: erfahrene Architekten, erfahrene Fachplaner und Unternehmer. Hier ist es entscheidend, vorher Kunden zu ihren Erfahrungen zu befragen.
Die Chancen der Digitalisierung
Mit der Digitalisierung im Bau wird auch die 3D-Planung immer wichtiger. Die Visualisierung in 3D hilft allen am Bau beteiligten Personen, sich den Soll-Zustand vorzustellen, damit alle vom Gleichen sprechen. Weiter bietet natürlich BIM grosse Vorteile bei der Planung und der Steuerung der Prozesse. BIM ist schon einige Male bei uns aufgetaucht – als Einführung ins Thema empfehle ich dir diesen Baublog. Grünes Wohnen ist für Rolf auch digitales Wohnen. Intelligente Systeme sorgen im Smart Home für optimale Bedingungen – etwa beim Sonnenschutz (dazu hier mehr). Auch der Trend zu verdichtetem Bauen wird weitergehen. Die Gebäude und Räume dürften wohl immer flexibler genutzt werden, so Rolfs Prognose. Eine Entwicklung hin zu gemeinsam genutzten Gemeinschaftsräumen ist vorstellbar.Abschliessende Tipps
Zum Schluss gibt dir Rolf noch seine vier wichtigsten Tipps auf den Weg:- Die Geschwindigkeit zählt: Beim Kauf musst du schnell handeln können.
- Wähle das richtige Team.
- Vertraue auf 3D-Planung. Sie ist zentral, um Missverständnisse zu vermeiden.
- Treffe frühe und schnelle Entscheidungen und bleibe dabei.