
Was ist eine hinterlüftete Aluminiumfassade?
Raphael hat gleich mehrere Gründe, weshalb er von dieser Fassadenart überzeugt ist: «Die hinterlüftete Aussenfassade in Aluminium ist ein langlebiges, effizientes und nachhaltiges Fassadensystem.» Das Wort «hinterlüftet» bedeutet in diesem Zusammenhang, dass hinter der Fassade – von aussen nicht sichtbar – eine Luftzirkulation stattfindet. Diese Zirkulation ermöglicht es, die Wärme abzutransportieren. Aber auch Restfeuchtigkeit, die sich während des Baus angestaut hat, kann so durch das Mauerwerk nach aussen beseitigt werden. Wie ist diese Fassade nun aufgebaut? Zunächst ist da das Mauerwerk, das als Grundlage für eine zwei- bis vierteilige Unterkonstruktion dient. Wie viele Teile es sind, hängt vom Typ der Fassade ab: Beispielsweise spielt dabei die Verlegerichtung eine Rolle. Der allererste Arbeitsschritt ist das Festlegen der Koten. Das muss frühzeitig geschehen und am besten in Absprache mit dem Fensterbauer, damit die Fensterbänke optimal gelingen. In einem ersten Ausführungsschritt dübelt man die Konsolen an das Mauerwerk oder die Betonwand. Dann folgt die sogenannte Tragschiene, mit der man die Fassade ausfluchten kann. Der nächste Schritt ist das Anbringen der Dämmung. Je nach Bau kommt hier auch eine Fassadenfolie zum Einsatz. Zum Schluss fehlt noch das, was der Fassade ihr Aussehen verleiht: das Fassadenblech.Für eine lange Lebensdauer
Wie oben erwähnt schätzt Raphael die Langlebigkeit dieses Fassadentyps. Die Unterkonstruktion aus Aluminium selbst besitzt eine fast unbegrenzte Lebensdauer, da sie nicht der Witterung ausgesetzt ist. Raphael und sein Team haben bei einer Fassaden-Sanierung sogar eine 40-jährige Unterkonstruktion aus Holz entdeckt, die völlig intakt war! Für die Farboberflächen geben die Lieferanten je nach Dicke der Beschichtung Garantien von 20 bis 40 Jahren. Bei der Farbbeschichtung gibt es also grosse Unterschiede, die du für die Vergleichbarkeit der Offerten unbedingt berücksichtigen musst. Im Gegensatz zur verputzten Aussenfassade nimmt die Aluminiumfassade aufgrund ihrer glatten Oberfläche kaum Schmutz auf. Dennoch ist eine jährliche Reinigung mit Wasser empfehlenswert. Aus Erfahrung weiss Raphael allerdings, dass ein Gebäudeeigentümer diesen guten Vorsatz leider nur selten so umsetzt. Hier besteht die Möglichkeit eines Unterhaltsvertrages, mit dem du auch die Garantiefrist verlängern könntest. «Unterhaltsarbeiten bei Aluminiumfassaden sind immer gefragter, da es allgemein einen spürbaren Trend zu langfristigem Denken gibt.»
Vorteile gegenüber der Metallfassade
Ein Vorteil der Aluminiumfassade ist die Tatsache, dass die Schnittkanten nicht rosten. Aluminium ist für die Verarbeitung einfacher und dadurch auch diesbezüglich kosteneffizienter als eine Metallfassade. Wie du bestimmt weisst, zählt Alu zu den Leichtmetallen und besitzt ein verhältnismässig geringes Gewicht, was den Monteuren die Arbeit einfacher und ungefährlicher macht. Dadurch, dass viel von Hand montiert werden kann, benötigt man nicht immer einen Kran, was ebenfalls Kosten spart.Preise und Mehrkosten
Raphael gibt für die hinterlüftete Aluminiumfassade als Richtwert einen Quadratmeterpreis von rund 230 bis 280 Franken an. Dieser Wert ist aber detailabhängig und kann unter Umständen teurer werden. Relevant ist hier etwa die grundlegende Form des Gebäudes, aber auch die Form und Farbe der Fassadenbleche. «Eine Fassade wird teurer, wenn architektonische Wünsche mit einfliessen.» Auch die Fenster sind ein wichtiger Kostenfaktor: Viele einzelne Fenster sind aufwendiger für den Fassadenbauer als ein einziges grosses Fenster. Generell treiben kleine Flächen wie Garagentore oder Untersichtsflächen den Preis nach oben.