
Was ist KIBECO?
KIBECO ist eine Marke der im Bereich Baustoffe und Bauwesen tätigen Schweizer Unternehmensgruppe KIBAG mit Sitz in Zürich. KIBECO repräsentiert die nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen, die KIBAG in der Baubranche vermarktet. Das ist aber noch nicht alles, was KIBECO ausmacht. Die Marke will nämlich aktiv etwas für den Klimaschutz machen und die CO2-Emissionen in der Baubranche reduzieren. Es gibt dafür drei Lösungsansätze:-
- Zementproduktion ? weniger CO2 bei der Produktion von Zement
- Betonherstellung ? Rezepturen anpassen
- Sequestrierung ? CO2 aus der Atmosphäre speichern

Beton und CO2: Viel Potenzial
Jährlich werden weltweit schätzungsweise 16 Milliarden Kubikmeter Beton verbaut – mit dieser Menge könnte man viermal den ganzen Zürichsee füllen! Dabei fallen etwa 2,8 Milliarden Tonnen CO2 für die Herstellung an. Das sind fast acht Prozent der weltweiten Emissionen und mehr als Flugverkehr und Rechenzentren zusammen verursachen. Es gibt beim Beton also riesiges Potenzial, um Kohlendioxid zu sparen. Ist es bereits möglich, CO2-neutralen Beton herzustellen? Da muss uns Monica leider enttäuschen: So weit ist die Wissenschaft noch nicht. Aber man forscht daran. Für diese Vision arbeitet KIBECO unter anderem mit verschiedenen Startups zusammen.CO2 speichern mit «Neustark»
Einer der Partner von KIBECO ist das 2019 als ETH-Spin-off gegründete Startup «Neustark». Das junge Unternehmen hatte sich ein Verfahren zunutze gemacht, das in der Natur bereits existiert, nämlich die Karbonatisierung. «Beton reagiert auf natürliche Weise mit dem CO2 in der Luft und speichert es in Form eines Kristalls im Beton.» Wenn bei einem Rückbau Beton rezykliert wird, entsteht Betonabbruch. Dieser verarbeitet man zu Betongranulat. Neustark hat nun ein Verfahren entwickelt, bei dem man dieses Granulat mit CO2 behandelt. Das CO2 kristallisiert und bleibt für immer in diesem Betongranulat gespeichert, wie Monica erklärt. Damit kann man 10 Kilogramm Kohlenstoffdioxid pro Tonne Beton speichern. Das klingt jetzt erst mal nicht nach viel. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass ein Einfamilienhaus um die 300 Kubikmeter Beton benötigt. Würde man diesen Baustoff nun mit dem Neustark-Verfahren behandeln, könnte man etwa so viel CO2 speichern wie 240 Bäume in einem Jahr! Wie oben bereits angetönt, passiert dieser Prozess auch ganz natürlich über die Luft. Doch das dauert 20 bis 30 Jahre und es geht nur ein paar Millimeter in den Baustoff hinein. Bei Neustark dauert das Verfahren nur noch ein bis zwei Stunden. «In der Luft ist das CO2 stark verdünnt. Neustark verwendet reines CO2, sodass dieser Prozess extrem beschleunigt ablaufen kann.» Es gibt in der Baubranche noch Vorurteile gegenüber dieser Art von Recycling-Beton, aber die seien völlig unbegründet, wie Monica sagt. Er besitze die gleiche Verarbeitbarkeit sowie die gleiche Festigkeit und Optik wie normaler Recyclingbeton. Lediglich preislich liegt er 10 Prozent über dem herkömmlichen Produkt ohne gespeichertem CO2.
Toll, wenn Beton liefern lassen auch nachhaltig sein kann. Ich mag die Idee des Recyclings und des Downcyclings. Der Lehmbeton hört sich sehr spannend an.