
Der Schweizer Holzbau boomt
Josef liegt das Thema Holz am Herzen, da es sich um ein nachwachsendes Material handelt, mit dem man nachhaltig und effizient baut. Das sehen offenbar auch viele Bauherren so: Der Holzbau ist ein stark wachsender Sektor innerhalb des Schweizer Baumarkts. Früher beschränkte sich der Holzbau aus statischen Gründen auf kleinere Projekte wie Einfamilienhäuser. Heute ist man jedoch auch in diesem Bereich viel weiter: Es sind mittlerweile problemlos achtstöckige Gebäude aus Holz realisierbar. Die Möglichkeit der modularen Bauweise, die einen hohen Grad an Vorfertigung erlaubt, macht das Material zusätzlich attraktiv.
Fensterdetails
Wie bei jedem Objekt sind auch bei den Holzbauten die heikelsten Punkte Details wie der Sockelbereich, die Fensteranschlüsse und die Dachrandabschlüsse. Josef weiss aus Erfahrung, dass genau hier das grösste Schadenspotenzial lauert. Deshalb schauen wir uns das nun genauer an und starten bei der Fensterbank. Wasser und Holz – das ist eine schwierige Beziehung... Holz quillt beim Kontakt mit Wasser auf und kann dadurch den Putz aufsprengen. Unter den Fensterbänken müssen deshalb unbedingt separate Dichtungsebenen erstellt und korrekt ausgeführt werden. Für einen sauberen Anschlusskeil empfiehlt Josef das APU-Abschlussprofil, das mit einem Kompriband arbeitet. Es besteht unter anderem aus einem Gewebeband, dank dem man das Profil mit einer Kratzspachtelung aufbringen kann. Dieses Abschlussprofil kann man sowohl waagerecht als auch senkrecht montieren und es ersetzt die verdeckte Kittfuge. Diese wird erfahrungsgemäss immer erst dann saniert, wenn sie defekt und der Schaden bereits geschehen ist. Auch bei der Abdichtung eines Brüstungskopfs profitiert man mit dem Profil von diesen Vorteilen. Damit sich das Holz optimal mit dem Putz vereinigt, sollte man im Vorhinein eine Kratzspachtelung aufbringen. Das tut man, indem man mit der Zahntraufel horizontal aufgekämmt einen Armierungsmörtel aufbringt. Ganz wichtig ist, dass man die Kratzspachtelung ausreichend lange austrocknen lässt. Die Faustregel lautet: Pro Millimeter einen Tag warten.Sockeldetails
Dass man mit dem Holzbau nicht in den erdberührten Bereich darf, liegt auf der Hand. Die Sockelzone muss sauber mit einer wasserabweisenden Schicht ausgeführt werden. Weil es immer mehr Sockelschäden gibt, hat die Firma Sievert das Produkt Uni-SD (Universal Sockel-Dicht) mitentwickelt. Dieser faserarmierte Spachtel- und Dichtputz gewährleistet einen optimalen Übergang vom Sockel zum Holzbau, ohne dass es zu Feuchtigkeitsschäden kommen kann. Da hier so häufig Schäden auftreten, ist Josef grundsätzlich immer für eine wasserführende Schicht im Sockelbereich. Mit anderen Worten: Stehendes Wasser an der Fassade gilt es unbedingt zu vermeiden.
Feuchtigkeitsprobleme am Holzbau sind einfach nervig. Holz sollte nicht feucht werden. Sonst kann das zu Schimmel führen. Deshalb ist es uns wichtig mit einem seriösen Unternehmen für Holzbau zusammen zu arbeiten.