
Die Restclean-Idee
Priskus war 41 Jahre alt, als er die entscheidende Idee für seine Firma hatte. Es war April 1998 und er hatte gerade ein Restaurant gekauft, mit einer Bar und vier Wohnungen. Es war vor dem Kauf schon längere Zeit wegen Konkurs geschlossen, was man der Immobilie auch ansah: Die neun Toiletten darin waren in einem katastrophal verkalkten Zustand. Priskus wollte aber nicht noch mehr Geld investieren, um die WCs zu ersetzen. «Ich war überzeugt, dass es auch anders gehen muss. Es war ja schliesslich nur Kalk!» Es war ja «nur» Kalk. Aber ist dieser Fall so einfach, wie er klingt? Der Tüftler hat dann angefangen, mit einfachsten Mitteln zu experimentieren. Die Aufgabe hat ihn gepackt. Seine Idee: Ein Gerät für den Privathaushalt, das die Toilette automatisch reinigt. Dieses Business-Modell hat er zehn Jahre lang verfolgt. Er hat mit Fachhochschulen zusammengearbeitet und einen 130-seitigen Businessplan erstellt. Demnach sollte er 2008 auf den Markt gehen und für den Start fünf Millionen auftreiben. Der Wirtschaft ging es damals aber nicht so gut; letztlich kam nur eine Million zusammen. Dann musste Priskus die Bremse und damit einen Schlussstrich ziehen. Die Start-up-Idee konnte nicht verwirklicht werden.