
Kosteneffizient und schnell
Temporäre Gebäude mit dieser Fundamentlösung könnten etwa als Kindergärten, Schulhäuser oder Altersheime fungieren. Eine hohe Nachfrage besteht momentan auch für Unterkünfte für Schutzsuchende. Im Vorfeld wird zusammen mit den Verantwortlichen die Nutzungsdauer definiert. Das Schraubfundament wird dann anhand dieser geplanten Dauer angelegt. Die Firma Krinner kann dabei relativ kurzfristig auf Angebote reagieren und überdies witterungsunabhängig (also zum Beispiel auch bei vereistem Boden) ihre Schraubfundamente eindrehen. Dabei kann sie ihren Kunden in mehrfacher Hinsicht eine hohe Kosteneffizienz bieten: Im Gegensatz zu den Betonfundamenten ist ein relativ kleines Team von zwei bis drei Mitarbeitern und ihren Geräten dafür nötig. Bei kleineren, einstöckigen Bauten geht das etwas schneller als bei grösseren. Mittlerweile sind übrigens Gebäude mit bis zu 5 Stockwerken möglich! Anders als beim Fundament mit Beton sind Schraubfundamente sofort belastbar und es müssen keine Austrocknungszeiten auf dem Terminplan berücksichtigt werden.
100 Jahre haltbar und recycelbar
Schraubfundamente bieten nicht nur eine äusserst hohe Effizienz, sondern auch den Vorteil der Rückbaubarkeit. So schnell und unkompliziert, wie man sie in den Boden dreht, kann man sie nämlich nach der Gebäudenutzung wieder aus dem Untergrund entfernen – und zwar völlig rückstandslos. Wie bereits erwähnt, geht man bei temporär erstellten Gebäuden jeweils von einer bestimmten Nutzungsdauer aus. Heute geschieht es jedoch immer öfter, dass aus Provisorien sogenannte Profidurien werden. Ein Beispiel: Zusätzliche Schulräume, die nur für 2 Jahre während Umbauarbeiten hätten genutzt werden sollen, sind aufgrund des Bevölkerungswachstums in der Gemeinde plötzlich auch nach Vollendung des Umbaus noch notwendig. Das ist für die Schraubfundamente kein Problem! Sie halten nämlich bis zu 100 Jahre und können dem als Temporärbau gedachten Gebäude also problemlos jahrzehntelang sicheren Halt geben. Baut man ein Provisorium planmässig nach einigen Jahren wieder zurück, bleiben die Schraubfundamente einsatzfähig. Man kann sie nach einer optischen und statischen Prüfung in einem neuen Bauprojekt wiederverwenden. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch günstig, denn Entsorgungskosten gibt es so keine. Thomas weiss aus Erfahrung, dass gerade dieser Vorteil viele Bauherren begeistert und überzeugt.Häufige Vorurteile
Die Schraube als Fundament ist noch immer ein Geheimtipp und für viele eher eine ungewöhnliche Vorstellung. Doch vermehrt suchen die Bauherren ökologische Alternativen und auf dieser Suche werden sie dann bei der Firma Krinner fündig. So war das etwa beim «Kreishaus» der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hombrechtikon (siehe Bild oben). Dort hatte man sich vorgenommen, in allen Bereichen möglichst baubiologische Lösungen zu wählen – und hat sich dementsprechend für das Schraubfundament entschieden. Wer den Prozess von Krinner noch nicht kennt, denkt sich allerdings, dass man da einfach eine Schraube in den Boden dreht und schaut, was passiert. Dem ist natürlich nicht so: Es gibt Eindrehversuche und eine Prüfung der Bodenbeschaffenheit. Die Maschinen sind in der Lage, Lastabtrag, Drehmoment und Eindrehtiefe aufzuzeichnen und zu speichern. Die Ingenieure können dann sofort jeden Lastpunkt analysieren und überprüfen. Das bedeutet, dass es sich vom Vorversuch bis zur Gewährleistung um einen rückverfolgbaren Prozess handelt.