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Der richtige Plattenbelag für deinen Aussenbereich

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Inhaltsverzeichnis

Heute nehmen wir die 4 häufigsten Plattenbelag-Systeme für den Aussenbereich unter die Lupe. Mein Gast Reto Hänni wird dir erklären, was die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme sind und worauf du jeweils achten solltest. 

Reto ist Geschäftsführer der Hänni AG und der Experte schlechthin, wenn es um spezielle Kundenwünsche im Bereich der Plattenarbeiten geht. 

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Plattenbelag 1: Das Verbundsystem

Beim Verbundsystem wird der Plattenbelag direkt mit Plattenkleber auf einem festen Untergrund befestigt. Das Ganze basiert auf dem Wunsch, den Wohnbereich auf dem Balkon oder dem Sitzplatz fortzuführen und zu erweitern, indem man das gleiche Material verwendet.

Diese Variante mit den Feinsteinzeug-Platten – meist im Format 30 mal 60 Zentimeter – hatte vor 10 bis 20 Jahren ihre Blütezeit. Damals haben viele einfach mal losgelegt mit dem Verlegen, wie Reto erzählt. Auf dem Balkon war etwa eine Betonplatte und dann befestigte man die Feinsteinzeug-Fliesen direkt mit Fliesenkleber auf den Verbundüberzug.

«Wir mussten dann aber sehr schnell feststellen, dass solche Beläge nie länger als drei Jahre hielten.»

Die Schadensbilder waren immer identisch: gerissene und herausgefallene Fugen und gelöste Platten, die der Witterung offenbar nicht standhielten. Man hat seither herausgefunden, dass sehr viele Parameter stimmen müssen, damit es mit diesem System im Aussenbereich klappt.

Ganz wichtig ist Beispielsweise 2 Prozent Gefälle. Das hilft, das Wasser schnell wegzuführen. Ausserdem musst du unbedingt eine maximale Plattengrösse von 30 mal 30 Zentimeter einhalten. Sogar bei der Farbwahl kannst du einen Fehler begehen: Die Platte darf nicht zu dunkel sein, da die Sonne schwarze Platten zu stark erwärmt. Weiter hilft es, zerstörende Spannungen über möglichst dicke Fugen abzubauen. Reto empfiehlt dir hier mindestens 5 Millimeter. Beim Planen darfst du auch nicht vergessen, dass der Plattenbelag nicht wasserdicht ist!

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Plattenbelag 2: Das aufgestelzte System

Das System auf Stelzen ist ein sogenanntes «offenes System». Damit meinen die Plattenexperten, dass keine Spannungen im Feinsteinzeug-Belag selbst abgebaut werden müssen. Das bedeutet wiederum, dass man viel grössere Platten verwenden kann – für viele Kunden stellt dies eine ästhetischere Lösung dar als die kleinen Plättchen. 

«Auf diese Weise sind Platten mit einer Grösse von 60 mal 120 Zentimeter möglich.»

Auch die Arbeit mit Holzimitationen ist so eine Option. Vor allem aber die Entwässerung ist ein grosses Plus: Da die Platten auf Trägern und die Fugen offen sind, kannst du einen Eimer Wasser ausleeren und die Flüssigkeit verschwindet sofort im Boden. Trotzdem ist auch hier gemäss Norm ein Gefälle von mindestens 1,5 Prozent nötig. Das Wasser bleibt sonst – gerade bei grossformatigen Fliesen – zu lange auf der Platte liegen. Das wird zum Problem; etwa wenn es über Nacht gefriert. Ein Gefälle ist natürlich auch unter den Platten nötig. Für die Stelzen braucht es ausserdem einen festen Untergrund.

Plattenbelag 3: Offenes System mit Rundkiesmörtel

Das wurde mittlerweile zum Lieblingssystem von Reto. Es eignet sich beispielsweise hervorragend für erdberührte Bereiche wie grosse Terrassen. Dabei werden die mindestens 2 Zentimeter dicken Platten in ein Gemisch aus Kies und Zement eingelegt; die Fugen bleiben offen. So versickert das Wasser durch den Rundkiesmörtel und staut sich nicht an.

Die Lösung mit Rundkiesmörtel hat noch weitere Vorteile: Sie ist kostengünstig und für die Beläge gibt es eine grosse Auswahl. Auch hat Reto in seiner ganzen Karriere noch nie einen Schaden bei diesem System gesehen.

«Einzig eine zu dünne Mörtelschicht könnte gefährlich sein – ansonsten kannst du hier eigentlich nichts falsch machen.»

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Plattenbelag 4: In Splitt verlegt

Ein Klassiker, der bei der Hänni AG aber eher selten auf dem Arbeitsplan steht. Die Bodenplatten werden dabei auf den losen Splitt verlegt. Auch hier versickert das Wasser durch die offenen Fugen.

Ein grosser Nachteil: Der lose Splitt verdichtet sich im Laufe der Zeit und es kann zu Versetzungen kommen. Gerade bei scharfkantigem Steinfeinzeug sieht das dann schon bei wenigen Millimetern sehr unschön aus.

Dafür ist diese Variante die günstigste, und beschädigte Platten lassen sich ganz leicht austauschen.

Falls du dich noch mehr in das Thema vertiefen möchtest (etwa bezüglich Platten-Pflege), empfehle ich dir, den ganzen Podcast mit Reto anzuhören. Übrigens: Wenn du dich für Plattenbeläge im Aussenbereich interessierst, könnte auch mein Podcast über Terrassenabdichtungen für dich spannend sein.

Du kannst dich mit Reto Hänni auf LinkedIn vernetzen (hier klicken). Schau auch mal auf der Website der Hänni AG vorbei – dort gibt es spannende Blog-Beiträge für Bauherren, Bauleiter und Architekten.

Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

Beste Grüsse, Marco

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Beste Grüsse
Marco

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