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Koordiniert & effizient: Die gewerkeübergreifende Befestigungstechnik

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Inhaltsverzeichnis

Jedes Unternehmen zeichnet und montiert seine eigenen Unterkonstruktionen, was zu ineffizienten Prozessen und hohen Kosten führt. Weshalb sollte das heutzutage nicht koordiniert, effizient und digital geplant geschehen? Erfahre in diesem Baublog vom enormen Optimierungspotenzial in der Befestigungstechnik von Heizungs-, Sanitär- sowie Lüftungsrohren und Elektrotrassees!

Von Podcast-Gast Andreas Meier, Leiter Gebäudetechnik bei der Hilti Schweiz AG, erfährst du unter anderem, für welche Projekte die gewerkeübergreifende Befestigungstechnik lohnenswert ist und weshalb Hilti neu nicht nur Werkzeuge produziert, sondern auch noch beim Bau plant. Andreas wird uns ausserdem erklären, weshalb man seiner Meinung nach die Befestigung als separates Gewerk behandeln muss.

Andreas ist seit mittlerweile 23 Jahren bei der Firma Hilti in verschiedenen Positionen tätig. Den Bereich Gebäudetechnik im Engineering leitet er seit sechs Jahren. Dort arbeiten bei Hilti Schweiz etwa 50 Personen; man hat zusätzlich den Austausch mit dem BIM-Kompetenzzentrum in den Niederlanden mit 100 Mitarbeitern. Das LinkedIn-Profil von Andreas findest du übrigens hier.

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Warum mischt Hilti jetzt in der Planung mit?

Unser Kooperationspartner Hilti ist bekannt für seine innovativen Werkzeuge, die in der Bauindustrie weit verbreitet sind. In einer früheren Folge haben wir etwa über die revolutionäre Akkutechnologie NURON und die neuesten Akkugeräte gesprochen. Weshalb arbeitet das Unternehmen jetzt auch in der digitalen Planung?

Dafür gibt es zwei Gründe, wie Andreas erklärt. Einerseits erwarten dies die Kunden von einem Partner wie Hilti. Gute Produkte alleine reichen nicht mehr, die Anforderungen an den Produkthersteller im Bereich der Unterstützung und dem Engineering erhöhen sich fortwährend. Andererseits sieht Hilti die Chance, so die Produkte viel früher ins Projekt integrieren zu können, was für alle Beteiligten positiv ist.

Befestigungstechnik optimieren: Die Vorteile

Andreas ist überzeugt: Die Befestigungstechnik sollte als eigenes Gewerk behandelt und ausgeschrieben werden. Bisher war es so, dass die verschiedenen Gewerke wie Sanitär, Heizung, Lüftung alle nur für sich schauten. Es entsteht so oftmals ein Mix aus unterschiedlichen Materialien. Und jeder bohrt drauflos, sodass dein Objekt bald löchriger ist als ein Emmentaler. Wenn man die Befestigungstechnik sauber und gewerkeübergreifend plant, lässt sich dies optimieren. Man verbraucht weniger Material und macht weniger Bohrlöcher.

Weiter kann man die Befestigung auf diese Weise genau berechnen und vorfabrizieren. Gerade dies erleichtert die Montage enorm. Die Sanitär- und Heizungsinstallateure müssen so nur noch die Rohrleitungen in die Rohrschellen einklicken. Insgesamt wird die Montagezeit auf der Baustelle durch die optimierte Planung halbiert. Dies wiederum bedeutet eine kürzere Verwendungszeit der Hebebühne und weniger Verletzungsrisiko.

BIM geht ja immer noch über die Zeit der Fertigstellung hinaus. Die Daten sind später bei der Verwaltung und Instandhaltung der Immobilie von grossem Wert. Der digitale Zwilling kann während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes genutzt werden, um Design-Entscheidungen zu treffen, Konstruktionsprobleme zu lösen, Wartungen und Reparaturen durchzuführen, die Energieeffizienz zu verbessern und vieles mehr. Sollte beispielsweise aus irgendeinem Grund Jahre später mal eine zusätzliche Leitung befestigt werden müssen, kannst du aus dem BIM-Modell herauslesen, wie viel Prozent sich noch befestigen lassen.

In der Zeit von Lieferengpässen gibt es noch einen ganz wesentlichen Vorteil der sauber geplanten Befestigungstechnik: die Verfügbarkeit. Dank dem digitalen Modell gibt es schon frühzeitig eine Materialliste, mit der die Verfügbarkeit sichergestellt werden kann. 

Das bietet Hilti in der Befestigungstechnik

Hilti hat schon lange ein grosses Team mit Ingenieuren, das die Planer und ausführenden Kunden unterstützt. Gewerkeübergreifend planen ist für das Unternehmen also nichts Neues. Mit der Digitalisierung ist jedoch ein zweiter Aspekt hinzugekommen: Hilti kann mit den Planern zusammen das Gewerk der Befestigungstechnik kollisionsfrei modellieren. Dass sich daraus zahlreiche Vorteile ergeben, liegt auf der Hand. Man kann etwa Materiallisten, Vorfabrikationspläne und Bohrlochschablonen daraus erstellen.

Bei welchen Projekten lohnt sich dieses Gesamtpaket? Andreas möchte sich nicht auf eine Bauvolumenzahl festlegen. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass es Sinn ergibt, wenn eine gewisse Komplexität vorhanden ist. Prädestiniert sind auch Projekte mit Anforderungen und Zielen wie eine möglichst kurze Bauzeit.

Die Sache mit der Ausschreibung

Ganz wichtig: Schreibt man die Befestigung als separates Gewerk aus, muss man aufpassen, damit man nichts doppelt ausschreibt. Sonst hast du am Ende die Befestigung separat und dann noch zusätzlich Lüftung inklusive Befestigung und Heizung inklusive Befestigung…

Natürlich ist das immer eine gewisse Umstellung, aber Hilti kann dich unterstützen! Das Unternehmen hat viel Erfahrung auf dem Gebiet gesammelt und bietet Beratungen und eigene Ausschreibungstexte.

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Der Bohrroboter Jaibot

Der Hilti Jaibot ist ein semi-autonomer Bohrroboter für die Gebäudetechnik-Installation an der Decke. Es ist ein komplett kabelloses System mit einer Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden und einem integrierten Mechanismus zur Staubabsaugung und Kennzeichnung. 

Das ist natürlich eine ziemlich coole Sache und viele würden den Jaibot gerne mal ausprobieren. Doch Hilti schaut bei den Beratungen ganz genau hin und analysiert, ob der Bohrroboter-Einsatz im vorliegenden Projekt wirtschaftlich sinnvoll ist. Denn der Jaibot muss auf die Baustelle und die Benutzer müssen instruiert werden – bei einem Einfamilienhaus wäre dieser Aufwand unsinnig. Doch bei komplexeren Projekten bietet der Einsatz des Jaibots die Möglichkeit, noch mehr von der Modellierung zu profitieren.

Mehr Infos und Kontakt

Du siehst also: Wenn man die Befestigungstechnik als eigenständiges Gewerk betrachtet, eröffnen sich immense Möglichkeiten. Macht man das Gewerk falsch, geht man ein Risiko ein (zu lange Bauzeit, fehlendes Material etc.). Macht man es hingegen richtig, ist es mit grossen Chancen verbunden.

Mehr Kosteneffizienz, Planungssicherheit und Spass an der Arbeit! Willst auch du die Befestigungstechnik sauber planen und von diesen Vorteilen profitieren? Dann gibt es auf der Website von Hilti mehr Infos und Kontaktmöglichkeiten.

Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen.

Beste Grüsse
Marco

Auch Du möchtest mit dem Podcast mehr Sichtbarkeit erlangen und zusätzlich von einem Blogbeitrag profitieren?

2 Gedanken zu „Koordiniert & effizient: Die gewerkeübergreifende Befestigungstechnik“

  1. Die Integration von gewerkeübergreifender Befestigungstechnik, wie im Blogartikel von Marco Fehr beschrieben, scheint ein innovativer Ansatz zu sein, um Effizienz und Sicherheit im Bauwesen zu erhöhen. Es ist beeindruckend, wie Hilti die Planungsphase in der Bauindustrie durch digitale Technologien und Werkzeuge wie den Jaibot verbessert. Dies könnte auch für Unternehmen im Bereich der Gitterrostsysteme relevant sein, da eine koordinierte Befestigungstechnik möglicherweise zu einer effizienteren und präziseren Installation von Gitterrosten führen könnte.
    Eine Frage an Marco Fehr: Glauben Sie, dass die Methoden und Technologien, die Hilti entwickelt, auch für andere Branchen wie die Herstellung und Montage von Gitterrosten Anwendung finden könnten?
    Ihre Einblicke in die Vorteile der Digitalisierung im Bauwesen sind sehr aufschlussreich und könnten viele Industrien inspirieren.

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