Kone Baublog

Hygienemassnahmen bei Rolltreppen und in Aufzügen

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Inhaltsverzeichnis

Wie drückst du beim Aufzug auf den Knopf? Ich machte das früher mit dem Daumen oder dem Zeigefinger – heute nehme ich dafür den Schlüssel. Vermutlich hast auch du so manche Gewohnheit im Alltag verändert, seitdem sich ein gewisses Virus auf unserem Planeten verbreitet hat. Mit dieser neuen Situation und den gestiegenen Hygieneansprüchen braucht es für den Alltag entsprechende Lösungen – und genau das ist unser heutiges Thema im Baublog.

Es wird um Luftreinigung im Aufzug, um antibakterielle Oberflächen und ganz allgemein um das Thema Gesundheit und Hygiene im Bereich der Aufzüge und Rolltreppen gehen. Auskunft erhalten wir von Experte Christoph Oppitz, Offering and Sales Development Manager im DACH-Raum bei Kone. Das Unternehmen sah sich mit dem Beginn der Corona-Krise dazu verpflichtet, sich dem Thema Hygiene und Wohlbefinden stärker zu widmen. Mittlerweile ist dazu ein eigener Produktbereich entstanden, für den Christoph zuständig ist.

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Bild: Escalite (www.uv-is.com/escalite)

Neue Prioritäten

Mit dem Beginn des Lockdowns fand ein radikales Umdenken statt, sagt Christoph. Ein sicheres und sauberes Umfeld erhielt plötzlich sehr hohe Priorität. Hygiene in Aufzügen und auf Rolltreppen spielte bisher eine untergeordnete Rolle. Zumindest waren aus Sicht der Betreiber dafür eher die Reinigungs- und nicht die Produktionsfirmen zuständig.

Dazu kommen die geringen Abstände in den Aufzügen. Bis anhin waren volle Aufzüge vielleicht etwas nervig, aber kaum jemand hatte dabei gesundheitliche Bedenken. Die Firma Kone wollte sich nicht nur auf den Aufzug beschränken, sondern ganzheitliche Lösungen für ein hygienisches Umfeld offerieren.

«Wir haben für unsere Kunden Lösungsvorschläge organisatorischer als auch technischer Natur ausgearbeitet.»

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Der Luftreiniger im Aufzug

Eines der technischen Hilfsmittel zur Verminderung des Ansteckungsrisikos im Aufzug ist der Luftreiniger. Dieser ist sowohl für neue Aufzüge als auch zum Nachrüsten erhältlich. Die von Kone verwendete Technologie kann nicht nur Viren, Bakterien und Pilzsporen, sondern auch Gerüche rausfiltern – ein angenehmer Nebeneffekt, wenn vor dir im Aufzug jemand mit zu viel Parfüm war…

«Bei durchschnittlicher Kabinengrösse findet etwa zwölfmal pro Stunde ein Luftaustausch statt.»

Die Luftreinigung gibt es in verschiedenen Ausführungen, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Hier ist es wichtig, auf die Zertifikate und Versprechen der Hersteller zu achten. Es gibt die Möglichkeit, den Reiniger an die Seitenwand zu hängen. Wen das ästhetisch zu sehr stört, kann das Ganze auch unsichtbar in die Zwischendecke verbauen.

Wenn der Luftreiniger aber versteckt oder nicht als solcher zu erkennen ist, fühlt sich der Fahrgast unwohl. Es ist also psychologisch wichtig, mit einem Aufkleber oder einem Schild darauf hinzuweisen, dass die Luft gereinigt wird. Ganz edel und modern geht das natürlich auf Bildschirmen – mehr darüber erfährst du in dieser Baublog-Folge mit der Firma Kone.

Nicht nur das Filtern und die Behandlung mit UVC-Licht im Luftreiniger minimieren die Ansteckungsgefahr, sondern auch das Einhalten der üblichen Vorsichtsmassnahmen. Ausserdem ist die Kabine ja nicht hermetisch abgeriegelt; durch Schlitze in der Kabine und durch das Ein- und Aussteigen tauscht sich die Luft automatisch aus.

Ergibt eine Personenbeschränkung Sinn?

Das hängt von der Grösse der Kabinen ab, sagt Christoph. Es sollten einfach die allgemeinen Abstandsregeln gelten. Das heisst, dass man nicht Schulter an Schulter in der Kabine stehen sollte.

Wenn man sich so nahe kommt, kann auch ein Luftreiniger eine Ansteckung nicht verhindern. Halten sich die Benutzer jedoch an die allgemeinen Abstandsregeln, so bietet der Luftreiniger eine zusätzliche Verminderung des Ansteckungsrisikos. Auch hilft es, wenn sich die Fahrgäste voneinander wegdrehen und eine Maske tragen.

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Antibakterielle Oberflächen

Die Luft in den Kabinen ist aber nicht die einzige Herausforderung: Die Oberflächen dürfen nicht vergessengehen. Vor allem an Druckknöpfen und Handläufen können sich Bakterien und Viren festsetzen. 

Die Firma Kone kann für solche Stellen Teile aus antibakteriellem Material einsetzen. Andererseits arbeitet sie mit Partnerfirmen zusammen, die antibakterielle Beschichtungen herstellen. Hierbei besprüht man die Oberflächen und die Beschichtung verhindert, dass sich Bakterien und Viren festsetzen. Diese Methode lässt sich auch auf Touchscreens anwenden und hält bis zu zwölf Monate.

Hygienemassnahmen bei Rolltreppen

Zu den Flächen, die problematisch sind, weil man sie oft anfasst, zählen sicher die Handläufe auf Rolltreppen. Dort muss man sich festhalten, um einen sicheren Stand zu haben, doch schon vor der Corona-Pandemie taten dies nicht alle gern.

Hier bestehen diverse Möglichkeiten für mehr Hygiene und ein besseres Gefühl während der Benutzung. Einerseits gibt es UVC-Licht, das unsichtbar von unten am Anfang der Rolltreppen die Handläufe desinfiziert. Dann gibt es noch komplexere Varianten, die mehrere Methoden kombinieren. Beispielsweise eine UVC-Lampe gepaart mit einem Desinfektionsmittel.

«Der Fahrgast sollte wissen, dass der Handlauf desinfiziert wird. Dafür gibt es ansprechende Aufkleber mit Piktogrammen, welche dies vermitteln.»

Mehr Infos…

…zur Firma Kone findest du auf der Firmenwebsite. Das persönliche LinkedIn-Profil von Christoph Oppitz kannst du dir hier anschauen. 

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Beste Grüsse
Marco

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