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Nachhaltigkeit auf dem Bau: Instand setzen statt ersetzen!

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Inhaltsverzeichnis

Als Bauleiter hörte ich oft, dass feine Kratzer, zum Beispiel im Parkett, nicht mehr auszubessern seien. Wollte der Bauherr dann ein makelloses Resultat, musste er die Bauteile bereits wegen einer kleinen Beschädigung austauschen lassen. Das muss nicht sein! Unser heutiger Baublog-Gast ist mit Dominic Duer der Geschäftsführer von Axis Project, einem Unternehmen, das auf Baukosmetik und nachhaltiges Sanieren spezialisiert ist. Bei Axis gilt: Bauteile instand setzen statt ersetzen.

Dominic wird uns erklären, wie das genau funktioniert und bei welchen Materialien das Sinn ergibt. Er schenkt uns Einblicke in seine Arbeit und verrät, was die häufigsten Notfälle sind, zu denen der «Oberflächenretter» gerufen wird. Ausserdem gibt er dir als Bauherr oder Architekt Tipps, wie du schon während der Bau- und Reinigungsphase Schäden vorbeugen kannst.

Gut möglich übrigens, dass dir Dominic bekannt vorkommt. Er ist nämlich auch Geschäftsführer von Glassresq und sass in dieser Funktion schon mal mit mir vor dem Podcast-Mikrofon. Mit Glassresq verfolgt er ebenfalls das Ziel, Instandsetzungen am Bau zu fördern. Mehr darüber erfährst du in diesem Baublog.

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Warum instand setzen statt ersetzen?

Die Tätigkeiten von Axis lassen sich mit den Überbegriffen Baukosmetik, Spot-Repair und Smart-Repair beschreiben. Das Team beschichtet zuweilen aber auch ganze Metallfassaden neu.

Ressourcen zu schonen und die Nachhaltigkeit am Bau zu fördern, entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Dazu kommt der finanzielle Aspekt: Durch die Reparatur der Materialien sparst du bis zu 90 Prozent der Kosten ein. Instand setzen statt ersetzen bringt in Zeiten von Materialknappheit natürlich noch einen weiteren Vorteil:

«Wir können schnell neuwertige Instandsetzungen ausführen; somit entfällt das wochenlange Warten auf neue Materialien.»

Die häufigsten «Notfälle»

Es gibt heute diverse Materialien, die sehr heikel sind. In der Regel werden darauf Beschädigungen erst bei der Abnahme entdeckt und auf die Mängelliste gesetzt. Häufige Schäden sind Beulen, Flecken, Kratzer und Verätzungen. Oft sind lackierte Metalle betroffen, weil sie heikel sind, früh erstellt und dabei zu wenig geschützt werden.

Um folgende Materialien und Bauteile kümmert sich Axis am häufigsten:

  • Pulver- oder Eloxal-Beschichtungen: etwa bei Fenstern, Türen und Fensterbänken.
  • Holz: Schreinermöbel, Parkettböden, Türen. Dazu gehören auch HPL und furnierte Oberflächen.
  • Stein: z. B. Marmorböden
 

Axis repariert auch Sichtbetonflächen, Abplatzungen auf Arbeitsplatten, Emaille, Kunststoffoberflächen, Oberflächen im Bad, falsche Bohrungen in Fliesen und vieles mehr. Weiter ist das Unternehmen im Einsatz, um Sturmschäden und Einbruchsspuren zu tilgen.

glassresq logo

Tipps im Umgang mit Beschädigungen

Meist entdeckt man kleinere Schäden erst nach der Endreinigung, wenn alle Oberflächen von Staub und Schmutz befreit sind. Und gerade beim Reinigen selbst passieren oft Beschädigungen.

«Der Bauleiter sollte darauf achten, dass die Unternehmer vor Ort die Materialien schützen.»

Eine wichtige Funktion im Umgang mit Beschädigungen nehmen Zwischenabnahmen ein. Ohne die verlierst du nämlich den Überblick und du kannst nicht mehr zuordnen, wer für welchen Schaden verantwortlich ist. Diese Situation erlebt Dominic immer wieder – und sie führt vielfach zu Streitigkeiten.

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Wie läuft eine kleine Reparatur ab?

Wie die Mitarbeiter von Axis das Bauteil instand setzen, ist sehr unterschiedlich und hängt vom Material ab. Es handelt sich dabei aber immer um ein «Smart-Repair». Das heisst, man füllt beispielsweise ein Loch nicht einfach irgendwie auf und streicht drüber, damit es fast noch schlimmer ausschaut als zuvor. Vielmehr spachtelt, schleift und sprüht das Unternehmen mit viel Feingefühl.

Axis besitzt sogar zwei Farbmischanlagen, mit denen man praktisch jeden Farbton treffen kann. Bei Holz wird viel mit Tinkturen und Mikropinseln gearbeitet, um die Faserungen nachzuzeichnen – das hat fast schon etwas von Modellbau-Arbeit. Für grossflächige Projekte wie zum Beispiel Lackierarbeiten ist Axis unter anderem mit speziellen Zelten und Hebebühnen bestens gerüstet.

«Der Kunde soll am Ende die Ausbesserung gar nicht mehr wahrnehmen können.»

Da es den Beruf «Bauoberflächenretter» ja nicht gibt, wird jeder Mitarbeiter bei Axis übrigens eigens geschult. Bis man auf allen möglichen Oberflächen zum Profi wird, kann das ein paar Jahre dauern. Unter den Mitarbeitern bei Axis sind Lackierer, Schreiner und Modellbauer.

Instand setzen statt ersetzen: Ist das immer sinnvoll?

Die Einsparung mit einer Auswechslung ist natürlich je nach Fall unterschiedlich. Dominic schätzt aber, dass diese nachhaltigere Lösung im Schnitt etwa 90 Prozent günstiger kommt. Es gibt Fälle, da kostet die Reparatur 500 Franken und das Ersetzen würde in die Hunderttausende gehen. Handkehrum spart man bei einem Kratzer auf der Fensterbank vielleicht nur 100 Franken – doch auch das lohnt sich in der Summe. Ausserdem wird der Service günstiger pro Schaden, wenn du nicht nur einen, sondern mehrere ausbessern lässt.

Mehr Infos

Erfahre mehr über die Axis Project GmbH Schweiz auf der Firmenwebsite. Das Unternehmen ist unter anderem auch auf Instagram aktiv. Anhand der Fotos dort kannst du direkt vergleichen, wie die Schäden vor und nach der Reparatur aussehen.

Wenn dir dieser Baublog gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen.

Beste Grüsse
Marco

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