
Weshalb BIM?
BIM steht für «Building Information Modeling». Es handelt sich um die moderne Prozessbeschreibung, wie man mit digitalen Mitteln plant, baut und betreibt. Man erstellt dabei 3D-Modelle, um Simulationen und darauf basierend Optimierungen durchzuführen. Das dient beispielsweise der Kostenplanung, der Logistikplanung oder ganz einfach der Visualisierung des Planungsstandes. Im Zentrum steht immer die Optimierung von Zeit, Kosten und Qualität. «BIM wird früher oder später zum Standard werden.» Als Bauherr hast du die Wahl, wie weit du diese Arbeitsmethode implementierst. Du kannst nur wenige Infos anfordern oder ganz tief in BIM eintauchen und etwa auch Nachhaltigkeitsattribute einbeziehen. Diese Anforderungsfälle an deine Planer musst du genau definieren.
Unsichere Datengrundlage
Wenn man eine gute Ausschreibung gemacht und den Prozess genau definiert hat, ist alles in Butter? Nein, denn das ist erst der Beginn, sagt Julian. Als Auftraggeber hast du zunächst gar keine Chance, zu kontrollieren, ob die Planung korrekt ist. Früher hat man die Pläne auf Papier erhalten. Mit BIM kommen sie in einem Dateiformat, für das du extra ein Programm brauchst, um überhaupt in der Lage zu sein, sie zu öffnen. Um dann sagen zu können, ob die Pläne korrekt sind, musst du ein BIM-Datenexperte sein. So kann es etwa passieren, dass du gar nicht bemerkst, wenn Elemente fehlen. Auf diese Weise entstehen Folgefehler. Häufig fehlen ganz einfach Werte. Manchmal zeigt sich auch, dass die betreffende Person offenbar nicht gut genug geschult war, um mit dem Programm arbeiten zu können. Es gibt ausserdem viele Flüchtigkeits- und Rechtschreibfehler. «Alle Vorteile der BIM-Planung sind nur umsetzbar, wenn man sich auf die Datengrundlage verlassen kann.»Das Tool zur automatischen Qualitätssicherung
Wie kann der Bauherr nun sicher sein, dass die Daten korrekt sind? Dafür gibt es zwei Methoden: Man kann einerseits einen BIM-Experten einstellen, der wöchentlich die Modelle prüft. Das ist eine recht zeitaufwendige und auf die Dauer monotone Arbeit. Singular verfolgt hingegen den Ansatz, diese manuelle Arbeit mit einer Software zu automatisieren. Dieses Tool heisst «Singular Qualifier» und seine Benutzer sind in erster Linie die Planer. Diese schicken nicht wie bis anhin dem BIM-Koordinator ihre Pläne, sondern laden sie auf das Tool – und dann beginnt die Prüfung von allein. Als Planer erfährt man sofort, wenn etwas nicht stimmt, erhält einen Kommentar und kann es sogleich korrigieren. «Der Umweg über den externen BIM-Koordinator und die Wartezeit auf dessen Prüfung entfällt.»