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Die Vorteile der intelligenten Sonnenschutzsteuerung

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Inhaltsverzeichnis

Wir sind eigentlich ganz schön wählerisch: Im Winter möchten wir, dass die Sonnenstrahlen von aussen unsere Heizung unterstützen; im Sommer wollen wir die Wärme lieber nicht reinlassen. Dafür brauchst du eine ganz schön schlaue Helferin, die genau weiss, wann wie viel Sonne für dein Heim am besten ist – selbst dann, wenn du gar nicht zuhause bist. Ich spreche von der intelligenten Sonnenschutzsteuerung.

Welche unterschiedlichen Sonnenschutzsteuerungen gibt es? Welche Anforderungen kannst du an sie stellen? Was hat es mit diesem «KNX» auf sich? Und weshalb gibt es mit einer intelligenten Steuerung weniger Sturmschäden?

Die Antworten auf all diese Fragen liefert im heutigen Baublog Attila Horvath von der Firma Griesser. Attila ist schon seit über 20 Jahren bei Griesser dabei. Angefangen hatte er als Projektleiter, mittlerweile ist er Verkaufsleiter für die deutschsprachige Schweiz. Damit bringt er nicht nur die theoretische, sondern auch die praktische Erfahrung im Bereich Sonnenschutz mit.

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Was ist eine intelligente Sonnenschutzsteuerung?

«Intelligent» bedeutet für Attila, immer versuchen das Richtige zu tun. Doch was heisst das für einen Sonnenstoren? Schliesslich fährt der ja einfach nur hoch und runter. Hier ist der Zeitpunkt entscheidend. Eine intelligente Sonnenschutzsteuerung hat nämlich immer einen guten Grund für ihr Tun: Sie setzt sich für die Bedürfnisse des Nutzers ein und schützt gleichzeitig die Behänge vor Schäden.

Voraussetzung für dieses System ist ein motorisierter Behang. Die Storensteuerung lenkt abhängig von inneren und äusseren Einflüssen. Das ist immer auch auf den Behang ausgerichtet. Eine Knickarm-Markise etwa sollte immer bei Regen hochfahren, damit sie nicht abbricht durch das Gewicht des Wassers. Bei Lamellen- oder Sonnenstoren ist der Einfluss des Regens hingegen unbedeutend.

Bei den inneren Einflüssen geht es zunächst mal um die Gebäudenutzung. Handelt es sich beispielsweise um ein Bürogebäude, ein Einfamilienhaus oder um eine Schule?

«Je nach Nutzung des Gebäudes rücken unterschiedliche Funktionen der Steuerung in den Vordergrund.»

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Welche Sonnenschutzsysteme gibt es?

Zunächst unterscheiden die Sonnenschutzprofis von Griesser Funksysteme von drahtgebundenen Systemen. Funksysteme werden dort eingebaut, wo drahtgebundene Systeme nicht möglich sind, weil keine entsprechenden Leitungen bestehen. Das ist oft bei Nachrüstungen in bereits bestehenden Einfamilienhäusern der Fall. Eine Funkanlage ist also die einfachste Möglichkeit zur Automatisierung des Sonnenschutzsystems.

Die drahtgebundenen Systeme lassen sich wiederum einteilen in proprietäre und offene Systeme. Zum letztgenannten System gehört KNX. Mit diesem Protokoll kommuniziert nicht nur die Firma Griesser, sondern auch über 500 andere Hersteller.

«So lassen sich grosse vernetzte Anlagen bauen, damit man dann von den Synergien profitieren kann.»

Die Vorteile von drahtgebundenen Lösungen

Gerade für grössere Anlagen empfiehlt Attila aus mehreren Gründen, sich bei einem Neubau für das drahtgebundene System zu entscheiden. Die Funkverbindung sei nicht immer ganz so zuverlässig. Dazu kommt noch, dass eine Funklösung das Budget stärker belastet.

«Bei Neubauten ist eine drahtgebundene Lösung oft bedeutend günstiger als ein Funksystem.»

Ausserdem offerieren einem die drahtgebundenen Systeme viel mehr FunktionsmöglichkeitenWichtiger Tipp dabei an die Bauherren und Architekten: Die Verrohrung sollte so gebaut sein, dass man das System später falls nötig austauschen kann. Denn das System hält vielleicht etwa 20 bis 25 Jahre – dein Haus aber hoffentlich doch bedeutend länger…

Pluspunkte für das offene System

Der Begriff «Smart Home» ist heute in aller Munde und bedeutet viel mehr, als mit Alexa bisschen Smalltalk zu machen. (Dieses Thema ist schon einige Male im Baublog aufgetaucht; zuletzt in dieser Folge.)

Das Problem sind jedoch die vielen Anbieter, welche die Nutzer von ihren Produkten abhängig machen wollen. Im schlimmsten Fall fehlen nach wenigen Jahren die Ersatzteile und du musst die ganze Anlage austauschen. Dieses Risikos seien sich viele Investoren und Bauherren nicht bewusst. Beim offenen System KNX, das es schon länger gibt, sind viele Hersteller dabei und es entsteht deshalb keine Abhängigkeit. Und man kann das Netz beliebig mit anderen Elementen des Gebäudes erweitern.

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Sonnenschutzsteuerung: Wann zahlt die Versicherung?

Wie zuvor schon erwähnt, schützt die intelligente Sonnenschutzsteuerung auch gewissermassen sich selbst vor Schäden – und dich damit vor Kosten. Denn die Versicherungen zahlen längst nicht in allen Fällen.

Wird die Sonnenmarkise durch Regen beschädigt, ist das der Fehler des Nutzers und die Versicherung haftet nicht. Bei übermächtigen Naturgewalten hingegen schon. Das ist etwa der Fall ab 72 Stundenkilometer Wind. Das zählt nämlich für die Versicherungen als «Sturm» und für Sturmschäden wird die Haftung übernommen.

Das Problem: Es gibt nur sehr wenige Storen, die 72 Stundenkilometer Wind aushalten – viele haben einen tieferen Grenzwert! Deshalb ist es so wichtig, dass es eine automatische Sonnenschutzsteuerung gibt, welche die drohende Beschädigung frühzeitig verhindert. Denn gibt es bereits bei 60 Stundenkilometern Wind einen Schaden, bezahlt die Versicherung nicht.

Um solche Sturmschäden zu verhindern, gibt es sogenannte Windwächter, die mit der Sonnenschutzsteuerung verbunden sind. Für deren optimale Platzierung braucht es viel Erfahrung und Kenntnisse über den Standort des Gebäudes. Es gibt für diesen Zweck auch Simulationen, die generiert werden können. Je mehr solche Windsensoren am Haus platziert werden, desto genauer und spezifischer können die einzelnen Motore der Sonnenschutzsysteme gesteuert werden.

Alles über die Firma Griesser und ihre Produkte findest du auf dieser Website. Mit Attila Horvath kannst du dich auf LinkedIn verlinken.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Beste Grüsse
Marco

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