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Das richtige Material für deine Trennwand

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Inhaltsverzeichnis

Der Trend hin zur eleganten Trennwand aus Glas wird stärker. Doch würde dies auch am genauesten deinen individuellen Anforderungen entsprechen? Es stehen schliesslich zahlreiche Materialien zur Auswahl, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Ob Melamin, Glas, Holz, CPL oder HPL: Wir sprechen im heutigen Baublog über alle Trennwand-Materialien und berücksichtigen dabei Faktoren wie Schallschutz und Durchbruchsicherheit.

Ich sage «wir», weil ich auch in dieser Folge nicht allein vor dem Podcast-Mikrofon sitze. Mit von der Partie ist Fidan Krasniqi, Experte in Sachen Trennwand und Geschäftsführer der Sager Mobile System-Wand AG. Das Unternehmen mit Sitz in Basel besteht seit 1989 und ist auf Schiebewände und Schienensysteme spezialisiert.

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Trennwand aus Glas

Die Firma Sager bietet vier verschiedene Schiebewand-Typen an. Drei von ihnen sind Glasausführungen, bei einer Trennwand handelt es sich um eine sogenannte Vollwand.

«Glas wird in den letzten Jahren immer häufiger gewählt und ich glaube, dass dieser Trend anhalten wird.»

Worin unterscheiden sich nun die drei Typen von Glaswänden, die zur Auswahl stehen? Ein Unterscheidungsmerkmal ist der Schallschutz. Es gibt etwa den Typen «Movista», ein doppelt verglastes System. Diese Trennwand gibt es entweder mit einem Schallschutz von 45 dB oder 47 dB.

Bei einem anderen Typen, der einfach verglast ist, lässt sich mit der Dicke des eingesetzten Glases der Schallschutz beeinflussen. Für 33 dB benötigt man beispielsweise ein 12 Millimeter dickes ESG-Glas; für 37 dB braucht es ein Verbundsicherheitsglas mit Akustikfolie.

Schliesslich gibt es noch die G3000, eine rahmenlose Glasschiebewand, wie du sie bestimmt schon im Einkaufszentrum gesehen hast. Diese Wand dient nur als Absperrung und ist sehr leicht.

Sager Logo

Mehr Materialien: Melamin, HPL, CPL und Holz

Eine der vielseitigsten Trennwände im Angebot der Firma Sager ist wohl der Typ 100. Bei der Wahl des Oberflächenmaterials geniesst du hier grosse Freiheiten: Kunstharz in den Abstufungen HPL und CPL, Holzfurnier oder  eine Magnettafeloberfläche. Es sind sogar antibakterielle Oberflächen möglich. (Von solchen Flächen hast du vielleicht schon in unserem Baublog über Hygiene im Aufzug gelesen.)

Die Produkte mit Melamin besitzen eine Lage des Schichtstoffs, der über Dekorpapier gelegt wurde. Hier stehen dir ganz unterschiedliche Farben und Dekore zur Auswahl. Bei HPL handelt es sich um unter Hochdruck gepresstes Laminat. Dazu werden mehrere Papierschichten in Melaminharz getränkt und durch Hitze und Druck vereint. Da HPL aus mehreren Papierschichten besteht, ist es auch deutlich dicker als Melamin.

«Für Schulzimmer empfehlen wir, das widerstandsfähigere HPL zu wählen.»

CPL unterscheidet sich nur durch die Art der Herstellung vom HPL. CPL-Oberflächen werden im Gegensatz zu HPL unter gleichmässigem Druck und bei konstanter Temperatur gepresst. Eine CPL-Platte ist deshalb dünner als eine HPL-Platte. Diese Oberflächen gibt es in verschiedenen Abstufungen von Mattigkeit. Sager setzt mattes CPL beispielsweise bei ihrer Anti-Finger-Oberfläche ein (gegen sichtbare Fingerabdrücke). Für eine Wand, auf die der Projektor sein Bild werfen soll, nimmt man etwas weniger mattes CPL-Material.

Dann gibt es schliesslich noch Holzfurniere in verschiedenen Preisklassen. Sehr beliebt sind laut Fidan Buche und Eiche. Im höheren Preissegment sind beispielsweise Ahorn, Birke oder Nussbaum. Eine Schiebewand Typ 100 aus Amerikanischer Eiche mit einem Schallschutz von 54 dB hat die Firma Sager kürzlich in Genf gebaut. Fotos dazu findest du unter diesem Link, der zum Instagram-Account des Unternehmens führt. 

Genau wie beim Schallschutz gilt auch bei der Materialwahl, dass eine frühe Bedürfnisabklärung mit dem Kunden zentral ist.

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Die Widerstandsklassen

Wände lassen sich aber nicht nur nach Material und Schallschutz, sondern auch nach ihrem Schutz vor Einbruchsversuchen einteilen. Wände werden bezüglich ihrer Widerstandsfähigkeit in 6 Klassen unterteilt: Das geht von RC 1 bis RC 6. «RC» ist die Abkürzung des englischen Ausdrucks für Widerstandsklasse und bedeutet «Resistance Class».

Um den Anforderungen einer Trennwand zu genügen, reicht der Wert RC 2 bis RC 3, erklärt Fidan. Dies erfordert bereits den Einsatz von Werkzeugen, um die Wand aufbrechen zu können. Bei den Klassen berücksichtigt man die Zeit, die für das Aufbrechen der Wand aufgewendet werden muss.

«Konkret bedeutet RC 2 auf dieser Skala, dass der Täter 3 Minuten Zeit braucht, um das System zu durchbrechen.»

Mehr Trennwand-Infos…

…findest du auf der Firmenwebsite oder auf dem LinkedIn-Profil. Auf seinem Instagram-Account postet das Unternehmen ausserdem immer wieder aktuelle Projekte.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Beste Grüsse
Marco

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