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Ein Bauleiterwechsel kann gefährlich sein – 7 Expertentipps

Ein Bauprojekt dauert oft ein bis zwei Jahre, manchmal auch länger. Während dieses langen Zeitraums kann es mal zu einem Bauleiterwechsel kommen – was unter Umständen drastische Auswirkungen auf dein Projekt hat. Ich gebe dir heute 7 Tipps, damit du bei einem Bauleiterwechsel keine bösen Überraschungen erlebst. 

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Weshalb wechselt ein Bauleiter seinen Job?

Der Bauleiter ist schon von Beginn an bei deinem Projekt dabei. Idealerweise bereits in der Planung, beim Spatenstich und später dann auch in der Ausführung bis hin zur Übergabe.

Nun ist die Baubranche aber stetigem Wandel unterworfen und viele Bauleiter wechseln ihre Arbeitsstelle alle 2 bis 3 Jahre. Schuld daran ist meist mindestens einer der folgenden Gründe:

  1. Sie denken, dass es an einem anderen Arbeitsplatz besser ist: weniger Stress, angenehmeres Umfeld.
  2. Ein wesentlich höherer Lohn nach einem Wechsel ist in der Regel der einzige Weg, wie man als Bauleiter an eine Gehaltserhöhung kommt. (So habe ich es zumindest erlebt.) 
  3. Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, sind oftmals noch ärgerliche Baumängel vorhanden, die der Bauleiter abarbeiten muss. Hat er darauf und auf die Diskussionen mit Bauherren, Verwaltungen und Handwerkern keine Lust, wechselt er einfach den Job.
 

Im Folgenden geht es nun um die Frage, was du als Bauherr tun kannst, damit dein Projekt bei einem Bauleiterwechsel keinen Schaden nimmt. 

Informiere dich ständig über die Situation

Bleibe stets mit dem Bau- oder Projektleiter im Gespräch. Oftmals findet man so heraus, ob und wann ein Mitarbeiter die Baustelle verlassen will. Im besten Fall hast du dann 3 Monate Zeit, dich um die weiteren Punkte zu kümmern.

Sichere die Informationen des Bauleiters

Da du ja noch nicht Eigentümer von deinem Haus bist, musst du auf den guten Willen deines Vertragspartners hoffen. Er soll alle vorhandenen Unterlagen an den Nachfolger weiterleiten. Vielleicht kannst du noch einmal pro Monat eine Sitzung vereinbaren, wo Unklarheiten mit dem Bauleiter besprochen werden können.

Sichere dir so viele Informationen wie möglich.

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Einarbeitungszeit für den Nachfolger

Die Objektübergabe oder Einarbeitung eines Bauleiters dauert mindestens 2 Wochen. Idealerweise arbeiten sie einen Monat miteinander zusammen. Denn ein neuer Mitarbeiter muss über alle Details informiert werden. Zudem muss er die Abläufe, die Unternehmer und die Handwerker auf der Baustelle so gut wie möglich kennenlernen.

Beginne früh, mit dem neuen Bauleiter zu kommunizieren

Je früher du den neuen Bauleiter in die Kommunikation und Aufgabenerledigung einbeziehst, desto eher gewöhnt er sich an deinen Stil.

Menschen müssen immer zuerst verstehen, wie jemand tickt. So könnte etwa ein Mittagessen mit beiden Bauleitern eine gute Idee sein. Bei einem Essen kommen auch mal private Informationen zur Sprache, was für die Stimmung und die Zusammenarbeit von Vorteil sein kann.

Absprachen bestätigen lassen

Jegliche Absprachen, Notizen und Versprechungen müssen durch den neuen Bauleiter bestätigt werden. Am besten schreibst du diese Punkte in einem Protokoll nieder. So kannst du sicher sein, dass du alle Infos behältst.

Baustellenbegehungen mit beiden Bauleitern

Bei den Baustellenbegehungen musst du darauf achten, dass wenn möglich beide Bauleiter anwesend sind. So gehen beim Bauleiterwechsel weniger Informationen verloren.

Achte auf die Kompetenz des neuen Bauleiters

Vielleicht war der alte Bauleiter sehr kompetent; beim Nachfolger handelt es sich hingegen um einen Junior-Bauleiter. Nun musst du abschätzen können, ob er die Aufgabe packt oder nicht. Gib ihm am besten einen Monat Zeit. In diesem Monat musst du vielleicht häufiger als sonst die Baustelle besuchen. 

Falls du auf der Baustelle ein Chaos vorfindest, musst du mit dem Projektleiter das Gespräch suchen.

Chaos pur musste auch Max aus Podcastfolge 57 erleben. Die Geschichte über sein halbfertiges Alptraumhaus kannst du hier nachhören.

Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

Beste Grüsse, Marco

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Ein Gedanke zu „Ein Bauleiterwechsel kann gefährlich sein – 7 Expertentipps“

  1. Pingback: Bauleiter-Lohn: Welches Gehalt darfst du erwarten?

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Weshalb wechselt ein Bauleiter seinen Job?

Der Bauleiter ist schon von Beginn an bei deinem Projekt dabei. Idealerweise bereits in der Planung, beim Spatenstich und später dann auch in der Ausführung bis hin zur Übergabe.

Nun ist die Baubranche aber stetigem Wandel unterworfen und viele Bauleiter wechseln ihre Arbeitsstelle alle 2 bis 3 Jahre. Schuld daran ist meist mindestens einer der folgenden Gründe:

  1. Sie denken, dass es an einem anderen Arbeitsplatz besser ist: weniger Stress, angenehmeres Umfeld.
  2. Ein wesentlich höherer Lohn nach einem Wechsel ist in der Regel der einzige Weg, wie man als Bauleiter an eine Gehaltserhöhung kommt. (So habe ich es zumindest erlebt.) 
  3. Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, sind oftmals noch ärgerliche Baumängel vorhanden, die der Bauleiter abarbeiten muss. Hat er darauf und auf die Diskussionen mit Bauherren, Verwaltungen und Handwerkern keine Lust, wechselt er einfach den Job.
 

Im Folgenden geht es nun um die Frage, was du als Bauherr tun kannst, damit dein Projekt bei einem Bauleiterwechsel keinen Schaden nimmt. 

Informiere dich ständig über die Situation

Bleibe stets mit dem Bau- oder Projektleiter im Gespräch. Oftmals findet man so heraus, ob und wann ein Mitarbeiter die Baustelle verlassen will. Im besten Fall hast du dann 3 Monate Zeit, dich um die weiteren Punkte zu kümmern.

Sichere die Informationen des Bauleiters

Da du ja noch nicht Eigentümer von deinem Haus bist, musst du auf den guten Willen deines Vertragspartners hoffen. Er soll alle vorhandenen Unterlagen an den Nachfolger weiterleiten. Vielleicht kannst du noch einmal pro Monat eine Sitzung vereinbaren, wo Unklarheiten mit dem Bauleiter besprochen werden können.

Sichere dir so viele Informationen wie möglich.

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Einarbeitungszeit für den Nachfolger

Die Objektübergabe oder Einarbeitung eines Bauleiters dauert mindestens 2 Wochen. Idealerweise arbeiten sie einen Monat miteinander zusammen. Denn ein neuer Mitarbeiter muss über alle Details informiert werden. Zudem muss er die Abläufe, die Unternehmer und die Handwerker auf der Baustelle so gut wie möglich kennenlernen.

Beginne früh, mit dem neuen Bauleiter zu kommunizieren

Je früher du den neuen Bauleiter in die Kommunikation und Aufgabenerledigung einbeziehst, desto eher gewöhnt er sich an deinen Stil.

Menschen müssen immer zuerst verstehen, wie jemand tickt. So könnte etwa ein Mittagessen mit beiden Bauleitern eine gute Idee sein. Bei einem Essen kommen auch mal private Informationen zur Sprache, was für die Stimmung und die Zusammenarbeit von Vorteil sein kann.

Absprachen bestätigen lassen

Jegliche Absprachen, Notizen und Versprechungen müssen durch den neuen Bauleiter bestätigt werden. Am besten schreibst du diese Punkte in einem Protokoll nieder. So kannst du sicher sein, dass du alle Infos behältst.

Baustellenbegehungen mit beiden Bauleitern

Bei den Baustellenbegehungen musst du darauf achten, dass wenn möglich beide Bauleiter anwesend sind. So gehen beim Bauleiterwechsel weniger Informationen verloren.

Achte auf die Kompetenz des neuen Bauleiters

Vielleicht war der alte Bauleiter sehr kompetent; beim Nachfolger handelt es sich hingegen um einen Junior-Bauleiter. Nun musst du abschätzen können, ob er die Aufgabe packt oder nicht. Gib ihm am besten einen Monat Zeit. In diesem Monat musst du vielleicht häufiger als sonst die Baustelle besuchen. 

Falls du auf der Baustelle ein Chaos vorfindest, musst du mit dem Projektleiter das Gespräch suchen.

Chaos pur musste auch Max aus Podcastfolge 57 erleben. Die Geschichte über sein halbfertiges Alptraumhaus kannst du hier nachhören.

Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

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