Bauleiter-Lohn-bauherren-podcast-schweiz-marco-fehr

Bauleiter-Lohn: Welches Gehalt darfst du erwarten?

Ganz in der Tradition der Schweizer Diskretion sagt man eigentlich: «Übers Gehalt spricht man nicht!»

Mit diesem Tabu wollen wir in der heutigen Folge für einmal brechen. Du erfährst also, wie die Lohnmöglichkeiten und die verschiedenen Lohnstufen eines Bauleiters in der Schweiz aussehen. Ausserdem sage ich dir, welche Unternehmen einen besonders guten und welche einen eher tiefen Bauleiter-Lohn bezahlen.

Und ja: Ich werde in dieser Folge auch ganz offen über meine persönlichen Löhne sprechen.

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Wie hoch ist ein Bauleiter-Lohn in der Schweiz?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Zu Spitzenzeiten habe ich brutto etwa 136’000 Franken verdient. Da ist natürlich noch keine Krankenkasse inbegriffen und auch die Steuern sind noch nicht abgezogen. 

Das hört sich vielleicht dennoch nach viel an. Aber zu so einem Bauleiter-Lohn ist es ein langer Weg und das möchte ich dir im Folgenden aufzeigen. Zunächst also zu meinen Anfängen.

Wie viel verdient man als Junior-Bauleiter oder Praktikant?

Als ich nach der Maurerlehre eine Praktikumsstelle als Junior-Bauleiter angetreten habe, wusste ich nicht, wie viel Lohn eigentlich üblich wäre. Prompt wurde ich ziemlich übers Ohr gehauen. In den ersten zwei Monaten habe ich gerade mal 1’800 Franken verdient.

Immerhin bekam ich einen guten Firmenwagen, den ich nicht selbst bezahlen musste. Beim Einstellungsgespräch nach der Probezeit habe ich dann mehr Lohn gefordert. Und tatsächlich: Plötzlich war meine Arbeit offenbar 2’400 Franken wert.

Verglichen mit meinem Maurerlohn von etwa 5’500 Franken stand ich während dieser Zeit finanziell dennoch klar schlechter da. Normalerweise verdient aber ein Junior-Bauleiter im Durchschnitt 3’000 bis 4’000, manchmal sogar bis 4’500 Franken. Das hängt natürlich auch etwas davon ab, wie viele Aufgaben du schon selbständig erledigen kannst.

Meine verschiedenen Lohnstufen

Von Jahr zu Jahr bekam ich dann jeweils immer etwas mehr Lohn. Nach dem dritten Jahr waren es etwa 3’500 Franken. Meine Mitschüler in der Bauleiterschule verdienten jedoch immer etwas mehr als ich.

Nach fünf Jahren wechselte ich zum ersten Mal meine Stelle. Einerseits wollte ich etwas Neues kennenlernen und andererseits wollte ich den Sprung in eine höhere Lohnklasse schaffen. Ich hoffte auch, mal etwas grössere Projekte zu erhalten und nicht immer so kleine Baustellen.

Leider ist es heute tatsächlich so, dass man bei einem Wechsel bessere Chancen auf eine höhere Bezahlung hat, als wenn man bei einem Lohngespräch verhandelt. 

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Bauleiter-Lohn: Wo verdient man am meisten?

Ich hatte sehr viele Bewerbungsgespräche geführt und habe auf diese Weise erfahren, in welchen Unternehmen die besten Löhne bezahlt werden.

Architekturbüro: Dort war der Lohn ziemlich überschaubar. Nach etwa 9 Jahren Bauleitererfahrung lag er bei 90’000 bis 100’000 Franken brutto.

Generalunternehmung/Totalunternehmung: In einigen Unternehmungen werden wirklich hervorragende Bauleiter-Löhne bezahlt. Natürlich muss man für sein Geld auch die entsprechende Leistung erbringen.

Ich muss auch sagen, dass ich dort gut verhandelt hatte. Ich forderte zunächst 140’000 Franken – ganz nach dem Motto: So viel fordern, damit es gerade nicht mehr unverschämt ist. Wir haben uns dann bei 132’000 Franken getroffen. 

Mit so einem Verhandlungsstil gibst du gleich zwei positive Signale: Erstens zeigt es, dass du dich durchsetzen kannst, was für einen Bauleiter eine wichtige Eigenschaft ist. Zweitens signalisierst du, dass du offenbar wirklich gute Arbeit leistest, wenn du so viel Lohn erwartest.

Architekturbüros bekommen viel für die architektonische Planung des Bauprojekts. Die Bauleitung ist dann eher zweitrangig und wird quasi so nebenbei erledigt. Das könnte ein Grund für die tieferen Bauleiter-Gehälter sein.

Die Architekturbüros argumentieren, dass das GU-Leben stressig und mit vielen Überstunden verbunden ist. Ja, die Überstunden sind wirklich bereits im Lohn enthalten. Aber wenn du gewisse Regeln einhältst, gibt es nicht viele Überstunden. Daher rate ich dir: Suche dir einen Bauleiter-Coach, der dich trainiert. Er zeigt dir, wie du effizient und ohne Burnout richtig gutes Geld verdienst.

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Lieber eine kleine oder eine grosse Baustelle?

Mir hat mal ein Architekt bei einem Bewerbungsgespräch gesagt, dass ich als Bauleiter bei ihnen 3 bis 4 kleine Baustellen gleichzeitig leiten müsste. Aber Achtung: Das ist viel stressiger als eine grosse Baustelle! Denn die Probleme sind bei jedem Haus gleich.

Bei einem Grossbau triffst du halt immer wieder die gleichen Probleme an und hast auch dementsprechend weniger Ansprechpartner. Bei kleinen Baustellen hast du hingegen immer wieder andere Ansprechpartner. Darum finde ich die Bauleitung in grossen GUs eigentlich richtig gut.

Der Bauleiter-Job ist definitiv nicht ohne. Aber mit gewissen Hilfsmitteln und Tools kannst du dir das Leben stark vereinfachen. Darum vernetze dich mit mir und lerne, was ein guter Bauleiter alles können muss. Auch kann ich dir persönlich gerne dabei helfen, deine perfekte Stelle zu finden, da ich schon viele Arbeitgeber kennengelernt habe.

Dass man als Bauleiter in der Regel die Stelle wechseln muss, damit man eine Lohnerhöhung kriegt, habe ich bereits in einer früheren Folge erklärt. Falls der Bauleiter mitten im Bau ausgetauscht wird, kann das aber zu Problemen führen. Hier findest du die erwähnte Folge dazu.

Wenn ich dir heute weitergeholfen habe, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

Beste Grüsse, Marco

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Ganz in der Tradition der Schweizer Diskretion sagt man eigentlich: «Übers Gehalt spricht man nicht!»

Mit diesem Tabu wollen wir in der heutigen Folge für einmal brechen. Du erfährst also, wie die Lohnmöglichkeiten und die verschiedenen Lohnstufen eines Bauleiters in der Schweiz aussehen. Ausserdem sage ich dir, welche Unternehmen einen besonders guten und welche einen eher tiefen Bauleiter-Lohn bezahlen.

Und ja: Ich werde in dieser Folge auch ganz offen über meine persönlichen Löhne sprechen.

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Wie hoch ist ein Bauleiter-Lohn in der Schweiz?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Zu Spitzenzeiten habe ich brutto etwa 136’000 Franken verdient. Da ist natürlich noch keine Krankenkasse inbegriffen und auch die Steuern sind noch nicht abgezogen. 

Das hört sich vielleicht dennoch nach viel an. Aber zu so einem Bauleiter-Lohn ist es ein langer Weg und das möchte ich dir im Folgenden aufzeigen. Zunächst also zu meinen Anfängen.

Wie viel verdient man als Junior-Bauleiter oder Praktikant?

Als ich nach der Maurerlehre eine Praktikumsstelle als Junior-Bauleiter angetreten habe, wusste ich nicht, wie viel Lohn eigentlich üblich wäre. Prompt wurde ich ziemlich übers Ohr gehauen. In den ersten zwei Monaten habe ich gerade mal 1’800 Franken verdient.

Immerhin bekam ich einen guten Firmenwagen, den ich nicht selbst bezahlen musste. Beim Einstellungsgespräch nach der Probezeit habe ich dann mehr Lohn gefordert. Und tatsächlich: Plötzlich war meine Arbeit offenbar 2’400 Franken wert.

Verglichen mit meinem Maurerlohn von etwa 5’500 Franken stand ich während dieser Zeit finanziell dennoch klar schlechter da. Normalerweise verdient aber ein Junior-Bauleiter im Durchschnitt 3’000 bis 4’000, manchmal sogar bis 4’500 Franken. Das hängt natürlich auch etwas davon ab, wie viele Aufgaben du schon selbständig erledigen kannst.

Meine verschiedenen Lohnstufen

Von Jahr zu Jahr bekam ich dann jeweils immer etwas mehr Lohn. Nach dem dritten Jahr waren es etwa 3’500 Franken. Meine Mitschüler in der Bauleiterschule verdienten jedoch immer etwas mehr als ich.

Nach fünf Jahren wechselte ich zum ersten Mal meine Stelle. Einerseits wollte ich etwas Neues kennenlernen und andererseits wollte ich den Sprung in eine höhere Lohnklasse schaffen. Ich hoffte auch, mal etwas grössere Projekte zu erhalten und nicht immer so kleine Baustellen.

Leider ist es heute tatsächlich so, dass man bei einem Wechsel bessere Chancen auf eine höhere Bezahlung hat, als wenn man bei einem Lohngespräch verhandelt. 

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Bauleiter-Lohn: Wo verdient man am meisten?

Ich hatte sehr viele Bewerbungsgespräche geführt und habe auf diese Weise erfahren, in welchen Unternehmen die besten Löhne bezahlt werden.

Architekturbüro: Dort war der Lohn ziemlich überschaubar. Nach etwa 9 Jahren Bauleitererfahrung lag er bei 90’000 bis 100’000 Franken brutto.

Generalunternehmung/Totalunternehmung: In einigen Unternehmungen werden wirklich hervorragende Bauleiter-Löhne bezahlt. Natürlich muss man für sein Geld auch die entsprechende Leistung erbringen.

Ich muss auch sagen, dass ich dort gut verhandelt hatte. Ich forderte zunächst 140’000 Franken – ganz nach dem Motto: So viel fordern, damit es gerade nicht mehr unverschämt ist. Wir haben uns dann bei 132’000 Franken getroffen. 

Mit so einem Verhandlungsstil gibst du gleich zwei positive Signale: Erstens zeigt es, dass du dich durchsetzen kannst, was für einen Bauleiter eine wichtige Eigenschaft ist. Zweitens signalisierst du, dass du offenbar wirklich gute Arbeit leistest, wenn du so viel Lohn erwartest.

Architekturbüros bekommen viel für die architektonische Planung des Bauprojekts. Die Bauleitung ist dann eher zweitrangig und wird quasi so nebenbei erledigt. Das könnte ein Grund für die tieferen Bauleiter-Gehälter sein.

Die Architekturbüros argumentieren, dass das GU-Leben stressig und mit vielen Überstunden verbunden ist. Ja, die Überstunden sind wirklich bereits im Lohn enthalten. Aber wenn du gewisse Regeln einhältst, gibt es nicht viele Überstunden. Daher rate ich dir: Suche dir einen Bauleiter-Coach, der dich trainiert. Er zeigt dir, wie du effizient und ohne Burnout richtig gutes Geld verdienst.

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Lieber eine kleine oder eine grosse Baustelle?

Mir hat mal ein Architekt bei einem Bewerbungsgespräch gesagt, dass ich als Bauleiter bei ihnen 3 bis 4 kleine Baustellen gleichzeitig leiten müsste. Aber Achtung: Das ist viel stressiger als eine grosse Baustelle! Denn die Probleme sind bei jedem Haus gleich.

Bei einem Grossbau triffst du halt immer wieder die gleichen Probleme an und hast auch dementsprechend weniger Ansprechpartner. Bei kleinen Baustellen hast du hingegen immer wieder andere Ansprechpartner. Darum finde ich die Bauleitung in grossen GUs eigentlich richtig gut.

Der Bauleiter-Job ist definitiv nicht ohne. Aber mit gewissen Hilfsmitteln und Tools kannst du dir das Leben stark vereinfachen. Darum vernetze dich mit mir und lerne, was ein guter Bauleiter alles können muss. Auch kann ich dir persönlich gerne dabei helfen, deine perfekte Stelle zu finden, da ich schon viele Arbeitgeber kennengelernt habe.

Dass man als Bauleiter in der Regel die Stelle wechseln muss, damit man eine Lohnerhöhung kriegt, habe ich bereits in einer früheren Folge erklärt. Falls der Bauleiter mitten im Bau ausgetauscht wird, kann das aber zu Problemen führen. Hier findest du die erwähnte Folge dazu.

Wenn ich dir heute weitergeholfen habe, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

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