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Dein idealer Vorplatz – Tipps und Tricks vom Gartenexperten

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Inhaltsverzeichnis

Der ideale Vorplatz muss genau geplant werden. Die richtige Auswahl an Materialien ist hierbei der Schlüssel zur Qualität. Und die lohnt sich – schliesslich ist der Vorplatz sozusagen die Visitenkarte deines Hauses.

Auch für dieses Thema habe ich genau den richtigen Gesprächspartner gefunden: Gartenbauexperte Matthias Wipfli. Er ist gelernter Landschaftsgärtner, diplomierter Bauführer Gartenbau und hat bereits über 20 Jahre Erfahrung in diesen Bereichen. Matthias bringt Ordnung in die Fülle an Materialmöglichkeiten und präsentiert zudem am Ende des Interviews eine neue Methode zur Baumangel-Vorbeugung. 

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Wie beginnt die Planung eines Vorplatzes?

Die zentrale Frage lautet zunächst: Wie wird dieser Platz genutzt werden? Hier kann es etwa um den leichten Zugang zum Haus gehen oder darum, ob einst Kinder darauf spielen oder Autos darauf parken sollen. Für andere ist es hingegen primär wichtig, dass die Einfahrt einladend und repräsentativ wirkt.

Dann geht es auch um Geschmacksfragen: Welche Farben und Formen sagen dir zu? 

Und schliesslich spielt es natürlich immer eine Rolle, wie hoch das Budget ist, das dir zur Verfügung steht.

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Welche Materialen gibt es?

«Bei den Belägen gibt es zwei grosse Gruppen: die versiegelten und die nicht-versiegelten.»

Bei den versiegelten muss man das Wasser oberflächlich abführen, bei den unversiegelten Belägen fliesst es durch den Untergrund ab. 

Zu den versiegelten Belägen gehören etwa alle Asphaltbeläge. Ein Beispiel für einen nicht-versiegelten Belag ist etwa ein Vorplatz aus Kies. 

Eine Standardlösung in Bezug auf das Material stellen Betonverbundsteine dar. Sie haben den Vorteil, dass sie schnell verlegt und kostengünstig sind. Ausserdem gibt es eine grosse Produktauswahl in unterschiedlichen Farben und Formen. Ein Nachteil ist hingegen, dass den Betonprodukten das Salzen im Winter schadet.

Eine andere Produktgruppe sind Natursteine als Platten oder Pflaster. Diese sind besonders repräsentativ und hochwertig; mit dem Nachteil, dass sie eher teuer sind.

Asphalt setzt man hingegen eher selten ein bei einem privaten Vorplatz. Matthias denkt, dass das wohl so ist, weil die meisten Gärtner nicht selbst asphaltieren können. Da sie deswegen ein Subunternehmen anstellen müssten, schlagen sie den Kunden lieber ein Betonprodukt vor. Der Vorteil von Asphalt wäre, dass er sich jeder Topografie gut anpassen lässt. Mit Sickerasphalt-Belägen hat Matthias jedoch eher schlechte Erfahrungen gemacht: Sie sind sehr porös und anfällig auf Beschädigungen.

Ebenfalls anpassungsfähig an die Höhenunterschiede eines Geländes sind Kiesbeläge. Bei allzu starkem Gefälle wird die Oberfläche jedoch schnell ausgewaschen und einzelne Steine können ins Haus oder auf die Strasse getragen werden. Dafür ist ein Kies-Vorplatz kostengünstig und es gibt eine grosse Auswahl an Produkten.

Gerade wegen dieser grossen Auswahl an Möglichkeiten empfiehlt Matthias, dass du dir als Bauherr zusammen mit einem Profi Gedanken über deinen Vorplatz machst.

«Ich rate auch davon ab, einfach die billigste Variante zu nehmen, da so ein Vorplatz ja lange Freude machen und nicht nur zwei bis drei Jahre lang bestehen soll.»

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Wie ist der Boden bei einem Vorplatz aufgebaut?

Wichtig ist die Stärke des Kieskoffers. Früher galt gemäss Norm, dass befahrene Flächen 50 Zentimeter stark eingekiest werden müssen. Dies gilt grundsätzlich noch immer als Faustregel. Jedoch achtet man heute noch mehr darauf, wie der Untergrund beschaffen ist und passt die Kofferung entsprechend an.

Bei der Kieskofferung ist es auch wichtig, dass man sauberes Material ohne Lehmanteil verwendet. 

Wohin mit dem Wasser?

Das Wasser soll zwar vom Haus weg, darf aber nicht einfach auf die Strasse fliessen, denn es ist verboten, vom privaten auf den öffentlichen Grund zu entwässern. Möglich ist hingegen die Entwässerung «über die Schulter». Das bedeutet, dass das Wasser über die Seite wegfliesst – etwa über eine Pflanzenrabatte oder eine Rasenfläche.

Wie kann ich als Bauherr sicher sein, dass mit den Werkleitungen alles OK ist?

«Es kommt öfter vor, als man denkt, dass Werkleitungen vergessen gehen.»

Man muss sich auf die Werkleitungspläne verlassen können. Der Bauleiter, der Architekt und die Unternehmer müssen die Leitungen genau einzeichnen und auch so bauen. Leider kommt es noch viel zu häufig vor, dass Horrorgeschichten passieren wie eine Kanalisation, die nicht angeschlossen wird.

Insidertipp: Du kannst eine spezialisierte Firma aufbieten und Aufnahmen von allen Leitungen vornehmen, noch bevor der Asphalt eingebaut wird.

Falls du Fragen an Matthias hast, erreichst du ihn gut per Mail. Du kannst dich auch gerne auf der Website von Wipfli Bausupport umsehen.

Eine weitere Folge frei nach dem Motto «Der erste Eindruck ist der wichtigste» ist mein Podcast über Garderoben. Hier erfährst du, wie dein Zuhause bereits direkt am Eingang ein gutes und modernes Bild abgibt.

Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen.

Beste Grüsse
Marco

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