
Vom Bauleiter zum Bauherrenvertreter
In der Academy von Siworks finden sich viele Leute aus unterschiedlichen, vor allem technischen Berufen. Es sind etwa Bauleiter, Bauphysiker, aber auch Personen aus der Immobilienvermarktung darunter, um nur wenige Beispiele zu nennen. Doch was sind die Beweggründe, dass ein erfahrener Bauleiter in die Academy kommt, um als Bauherrenvertreter tätig zu sein? «Der Bauleiter befindet sich immer in einem Sandwich.» Als Bauleiter spürt man Druck von zwei Seiten: Einerseits hat man die Leitung der Baustelle inne. Hier gibt es Termin- und Kostendruck von oben – etwa vom Bauherrn oder dem Architekten. Dazu kommt andererseits die Herausforderung, im Umgang mit den Unternehmern erfolgreich zu kommunizieren. Dieser doppelte Druck führt auf die Dauer zu einer Belastung, die für manche Bauleiter irgendwann zu viel wird. Eine mögliche Alternative ist schliesslich der Wechsel auf die Besteller-Seite als Vertreter der Bauherren und Investoren.
Die Voraussetzungen
Das klassische Bild eines Bauherrenvertreters ist der «ausgediente» Architekt, mit jahrzehntelanger Erfahrung. Das war vielleicht früher der Fall, sagt Sven. Heutzutage ist es jedoch so, dass durch die zunehmende rechtliche, finanzielle, technische und planerische Komplexität in all diesen Bereichen eine hohe Affinität verlangt wird. Dazu gehört auch, die Planung der Planung wie die Submission von Architekten und Fachplanern voranzutreiben. «Bauherrenvertreter sein bedeutet, dass man den Bauherrn nicht bloss berät, sondern wirklich vertritt und Verantwortung übernimmt.» Zu den wichtigen Soft Skills gehören die Kommunikation und das kompetente Auftreten. Es gilt, die Sinne zu schärfen auf die Bedürfnisse der Investoren und der privaten Bauherren, um diese auf der richtigen Ebene abzuholen, erklärt Sven. Ganz wichtig sind die technischen Fachkompetenzen. Als Bauherrenvertreter musst du die technischen Themen verstehen und aktiv dazu Inputs liefern können.
Der Weg als Quereinsteiger
Wer noch keine Bauerfahrung hat und als Quereinsteiger zum Bauherrenvertreter werden möchte, beginnt zunächst in einer Assistenzfunktion. Dabei muss man am Anfang vor allem zuschauen und zuhören, wie die erfahrenen Bauherrenvertreter, die sie begleiten, arbeiten. Zu sehen und zu hören gibt es viel: Bauherrensitzungen, Fachplanersitzungen, Koordinationssitzungen und Sitzungen mit Investoren, mit Banken oder mit Rechtsanwälten… Mit der Zeit sieht der Bauherrenvertreter in spe, welche Themen jeweils anstehen und versteht die Bauprozesse, die Kommunikation und die Dokumente. Erste Erfahrungen sammelt er dann mit kleinen Subprojekten, die er zu erledigen hat. Parallel zum Zuhören und Lernen in der Praxis durchläuft der Quereinsteiger die ganze von Siworks auf die Beine gestellte und betreute Academy. Für Fleissige dauert sie rund ein Jahr. Dazu gehören 9 Hauptthemen mit 90 Modulen, die spezifisch auf den Markt abgestimmt und in dieser Form schweizweit einmalig sind.