Individuelle Fassadengestaltung mit Schiebeläden

In der heutigen Folge dreht es sich nicht ums Drehen, sondern ums Schieben: Schiebeläden bieten dir flexible Gestaltungsmöglichkeiten für deine Fassade. Jemand, der so ziemlich alles über dieses Thema weiss, ist mein heutiger Interviewpartner. Es handelt sich um Martin Barwart, den Geschäftsführer der Firma Griesser AST GmbH mit Sitz im vorarlbergischen Nenzing. Er selbst hat übrigens auch Schiebeläden-Produkte bei sich zuhause!

Mit Martin bespreche ich in dieser Ausgabe unter anderem folgende Themen: Was sind Schiebeläden genau? Worauf muss man als Architekt und Bauherr bei der Planung von Schiebeläden achten? Und welche unnötigen Mehrkosten können dabei verhindert werden?

Was sind überhaupt Schiebeläden?

Die meisten kennen wohl den klassischen Klappladen, der sich seitlich öffnen und – wie der Name schon sagt – aufklappen lässt. Im Gegensatz dazu schiebt man den Schiebeladen vor das Fenster. Wenn die Schiebeläden geöffnet sind, befinden sie sich seitlich vom Fenster vor der Fassade.

Ein wichtiger Unterschied zum klassischen Laden ist nicht nur die Bewegung zum Öffnen und Schliessen, sondern auch die Abmessung. Schiebeläden sind in der Regel grösser als Klappläden. Die Glasflächen, die beschattet werden sollen, werden heutzutage tendenziell immer grösser – und da bietet ein Schiebeladen die optimale Lösung. Wie Martin von seiner Arbeit weiss, sind Höhen im Bereich von drei Metern nichts Ungewöhnliches. Es gibt sogar mehrspurige Produkte, die sich hintereinander positionieren können. 

Wie viel kreativen Freiraum diese Elemente bieten, zeigt Martins Geschichte von einem Auftrag eines Kindergartens. Die Schiebeläden wurden dort mit Stoff bespannt und mit Zeichnungen von Kindern bedruckt.

«Die Gestaltungsmöglichkeiten für die Planer und Architekten sind im Vergleich zu den klassischen Klappläden viel grösser.»

Auch bezüglich Lichtdurchlässigkeit gibt es kundenspezifische Variationsmöglichkeiten mit entsprechenden Modellen.

Gibt es elektrische Schiebeläden? Vielleicht sogar mit verstellbaren Lamellen?

Ja, die gibt es. Im Schiebeladen-Bereich ist zwar der grösste Anteil der Modellpalette manuell und mit fixer Lamelleneinstellung. Es gibt allerdings ein Produkt – bei der Griesser AG nennt es sich «Modell B» – mit verstellbaren Lamellen. Das ist aber nicht das Hauptprodukt im Segment der Schiebeläden und die Verstellmechanik ist nicht standardmässig motorisiert.

model b-griesser

Die Nachfrage für das automatische Verstellen der Lamellen sei bisher einfach zu klein. Ein logischer Grund ist der Preis. Preislich können nämlich die Schiebeläden mit einer Jalousie oder einem Rollladen nicht mithalten. 

Was aber standardisiert gemacht wird: Ein Motor wird am Ende der Laufschiene eingebaut, was ein motorisiertes Verschieben des Produktes ermöglicht. Wie ein Jalousie-Motor kann man die Schiebeläden so mit einer Fernsteuerung vom Haus aus bewegen. 

Wann mit der Planung der Schiebeläden beginnen?

«Die Befestigungspunkte der Laufschiene müssen schon in der Fassadenplanung berücksichtigt werden. Zusätzlich muss der Fassadenbauer sowie der Storenbauer einen Detailplan ausarbeiten, wo genau diese Befestigungspunkte platziert werden.»

Der Architekt ist dabei federführend und muss alle Gewerke aufeinander abstimmen.

Zudem muss die Terminabsprache für das setzen dieser Befestigungshülsen mit allen Beteiligten genau abgestimmt sein.

Diese Fixierungspunkte sind besonders wichtig, da die Schiebeläden ein verhältnismässig hohes Gewicht besitzen. Auch die Motorisierungszuleitung darfst du nicht vergessen beim Planen. Hier gilt einmal mehr: je früher desto besser.

«Definitiv zu spät für die Planung wäre es, wenn dein Haus bereits verputzt ist.»

Dann kannst du dich nicht mehr von Jalousien zu Schiebeläden umentscheiden, ohne dass dies erhebliche Mehrkosten zur Folge hätte. In manchen Fällen wäre es zu diesem Zeitpunkt sogar kaum noch umsetzbar, sagt Martin. Zumindest kann es dich bereits in der Modellauswahl einschränken. Die Bausätze sind sich zwar recht ähnlich, doch gerade in der Rahmendicke gibt es Unterschiede, die bei der Planung beachtet werden sollten.

Da die Schiebeläden in der Regel prominent an der Fassade sichtbar sind und damit einen grossen Teil ihrer Ästhetik ausmachen, sollte man die Läden ohnehin früh einbeziehen.

Zum Schluss: 3 wichtige Tipps

  • Frühzeitig grundlegende Antworten finden. Welche Funktion soll der Schiebeladen haben? Soll er sich von der Fassade abheben? Oder sollte er möglichst unsichtbar sein?
  • Klare Planung. Wann brauche ich was? Welche Änderungen können wann vorgenommen werden?
  • Richtige Produktauswahl. Passt das Produkt zum Gebäude? Ist es für mich praktisch?

Weitere Informationen zu Schiebeläden und Beratungen bei der Firma Griesser findest du auf dieser Website:
www.griesser.ch
www.griesser.at
www.griesser.de

Und hier kannst du Martin eine E-Mail schreiben.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

Beste Grüsse, Marco

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Mit Martin bespreche ich in dieser Ausgabe unter anderem folgende Themen: Was sind Schiebeläden genau? Worauf muss man als Architekt und Bauherr bei der Planung von Schiebeläden achten? Und welche unnötigen Mehrkosten können dabei verhindert werden?

Was sind überhaupt Schiebeläden?

Die meisten kennen wohl den klassischen Klappladen, der sich seitlich öffnen und – wie der Name schon sagt – aufklappen lässt. Im Gegensatz dazu schiebt man den Schiebeladen vor das Fenster. Wenn die Schiebeläden geöffnet sind, befinden sie sich seitlich vom Fenster vor der Fassade.

Ein wichtiger Unterschied zum klassischen Laden ist nicht nur die Bewegung zum Öffnen und Schliessen, sondern auch die Abmessung. Schiebeläden sind in der Regel grösser als Klappläden. Die Glasflächen, die beschattet werden sollen, werden heutzutage tendenziell immer grösser – und da bietet ein Schiebeladen die optimale Lösung. Wie Martin von seiner Arbeit weiss, sind Höhen im Bereich von drei Metern nichts Ungewöhnliches. Es gibt sogar mehrspurige Produkte, die sich hintereinander positionieren können. 

Wie viel kreativen Freiraum diese Elemente bieten, zeigt Martins Geschichte von einem Auftrag eines Kindergartens. Die Schiebeläden wurden dort mit Stoff bespannt und mit Zeichnungen von Kindern bedruckt.

«Die Gestaltungsmöglichkeiten für die Planer und Architekten sind im Vergleich zu den klassischen Klappläden viel grösser.»

Auch bezüglich Lichtdurchlässigkeit gibt es kundenspezifische Variationsmöglichkeiten mit entsprechenden Modellen.

Gibt es elektrische Schiebeläden? Vielleicht sogar mit verstellbaren Lamellen?

Ja, die gibt es. Im Schiebeladen-Bereich ist zwar der grösste Anteil der Modellpalette manuell und mit fixer Lamelleneinstellung. Es gibt allerdings ein Produkt – bei der Griesser AG nennt es sich «Modell B» – mit verstellbaren Lamellen. Das ist aber nicht das Hauptprodukt im Segment der Schiebeläden und die Verstellmechanik ist nicht standardmässig motorisiert.

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Die Nachfrage für das automatische Verstellen der Lamellen sei bisher einfach zu klein. Ein logischer Grund ist der Preis. Preislich können nämlich die Schiebeläden mit einer Jalousie oder einem Rollladen nicht mithalten. 

Was aber standardisiert gemacht wird: Ein Motor wird am Ende der Laufschiene eingebaut, was ein motorisiertes Verschieben des Produktes ermöglicht. Wie ein Jalousie-Motor kann man die Schiebeläden so mit einer Fernsteuerung vom Haus aus bewegen. 

Wann mit der Planung der Schiebeläden beginnen?

«Die Befestigungspunkte der Laufschiene müssen schon in der Fassadenplanung berücksichtigt werden. Zusätzlich muss der Fassadenbauer sowie der Storenbauer einen Detailplan ausarbeiten, wo genau diese Befestigungspunkte platziert werden.»

Der Architekt ist dabei federführend und muss alle Gewerke aufeinander abstimmen.

Zudem muss die Terminabsprache für das setzen dieser Befestigungshülsen mit allen Beteiligten genau abgestimmt sein.

Diese Fixierungspunkte sind besonders wichtig, da die Schiebeläden ein verhältnismässig hohes Gewicht besitzen. Auch die Motorisierungszuleitung darfst du nicht vergessen beim Planen. Hier gilt einmal mehr: je früher desto besser.

«Definitiv zu spät für die Planung wäre es, wenn dein Haus bereits verputzt ist.»

Dann kannst du dich nicht mehr von Jalousien zu Schiebeläden umentscheiden, ohne dass dies erhebliche Mehrkosten zur Folge hätte. In manchen Fällen wäre es zu diesem Zeitpunkt sogar kaum noch umsetzbar, sagt Martin. Zumindest kann es dich bereits in der Modellauswahl einschränken. Die Bausätze sind sich zwar recht ähnlich, doch gerade in der Rahmendicke gibt es Unterschiede, die bei der Planung beachtet werden sollten.

Da die Schiebeläden in der Regel prominent an der Fassade sichtbar sind und damit einen grossen Teil ihrer Ästhetik ausmachen, sollte man die Läden ohnehin früh einbeziehen.

Zum Schluss: 3 wichtige Tipps

  • Frühzeitig grundlegende Antworten finden. Welche Funktion soll der Schiebeladen haben? Soll er sich von der Fassade abheben? Oder sollte er möglichst unsichtbar sein?
  • Klare Planung. Wann brauche ich was? Welche Änderungen können wann vorgenommen werden?
  • Richtige Produktauswahl. Passt das Produkt zum Gebäude? Ist es für mich praktisch?

Weitere Informationen zu Schiebeläden und Beratungen bei der Firma Griesser findest du auf dieser Website:
www.griesser.ch
www.griesser.at
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