Holzschacht Kone Aufzug Holzaufzug Aufzugsschacht Baublog

Nachhaltig unterwegs mit dem Aufzug im Holzschacht

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Inhaltsverzeichnis

Mit Holz geht es immer höher hinaus – auch im Aufzugsbau!

Ein Holzschacht ist im Vergleich zu seinem Pendant aus Beton nicht nur nachhaltiger, sondern durch das hohe Mass an Vorfertigung auch sauberer und schneller im Einbau. Zudem besitzt der Aufzugsschacht aus Holz gerade bei Aufstockungen einen weiteren grossen Vorteil, über den du in diesem Baublog ebenfalls mehr erfährst.

Unser Gast Stephan Hindemith, Team Lead Customer Solutions Engineering bei KONE, erklärt ausserdem: Worauf du beim Brandschutz achten musst, wie man zusätzlich Kosten spart und was die gängigsten Vorurteile gegenüber dem Holzschacht sind.

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Der Holzbau boomt!

Bedeutende Anpassungen von Normen haben viel Bewegung in die Holzbaubranche gebracht. So etwa die Änderung der Brandschutzvorschriften 2015. Seither ist es nämlich möglich, Hochhäuser aus Holz zu errichten, was den Holzbau für den urbanen Raum um einiges attraktiver macht. Darüber haben wir bereits in einem früheren Baublog mit der Firma Hilti berichtet.

In den letzten Jahren wird Holz auch im Aufzugsbau immer mehr zum Thema – das spürt Stephan im Daily Business ganz deutlich. Anfragen für Lösungskonzepten mit Holzschacht, an denen Stephan mitarbeitet, nehmen deutlich zu.

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Verbreitete Vorurteile

Im Jahr 2015 war es auch, als Stephan zum ersten Mal mit Holz als Baumaterial für den Aufzug in Berührung gekommen ist. Er hatte damals starke Bedenken: Kann Holz beispielsweise überhaupt solche Kräfte aushalten? Es hat letztlich funktioniert und der Aufzug läuft noch heute problemfrei.

Stephan selbst hat seine Vorurteile gegenüber dem nachwachsenden Baumaterial mit dieser ersten Anlage längst überwunden. Doch allgemein sind noch viele Bedenken verbreitet: Dass Holz zu weich wäre, dass ein Holzschacht wegen des Brandschutzes kaum umsetzbar wäre oder dass sich der Schacht verformen könnte, weil Holz ja «lebt».

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass das alles nur halb so wild ist und es für fast alles eine Holz-Lösung gibt.

Holzschacht: Nötige Vorarbeiten

Zunächst muss man sich überlegen, mit welcher Konstruktionsform der Schacht gebaut werden soll. Und die Schnittstellen des Aufzugs zum Schacht müssen geplant werden. Beim Betonschacht nimmt man normalerweise eine Ankerschiene mit Betonanker; für den Holzschacht benutzt man dementsprechend C-Profil-Schienen, die mit Holzschrauben befestigt werden.

Weiter muss man sich Gedanken machen zu den Lastanschlagpunkten, die im Schachtkopf vorhanden und für die Montage des Aufzugs notwendig sind. Nicht zuletzt muss man natürlich darauf achten, dass die Türaussparungen so hergestellt werden, dass die Fahrschachttür da ist, wo sie hingehört.

Diese Besonderheiten muss man beachten. Ansonsten gilt: Weder für die Planung noch für die Montage ist der Holzschacht aufwendiger als die klassische Ausführung in Beton.

Pluspunkt bei der Aufstockung

Der Holzschacht ist momentan bei Neubauten präsenter als beim Altbau. Besonders im öffentlichen Bereich (Schulhäuser, Kindergärten etc.) erfreut sich der umweltfreundliche und oftmals auch finanziell geförderte Holzbau nämlich grosser Beliebtheit.

Holz ist nicht nur ein nachhaltiger Baustoff, er ist auch leicht. Aus statischen Gründen eignet sich deshalb die Holzbauweise hervorragend für Aufstockungen – um maximal davon zu profitieren, bezieht man dabei den Aufzug mit ein.  Ein spannender Vorteil, den sich Bauherren unbedingt genauer ansehen sollten!

Mehr zum Themenbereich Aufzugseinbau bei Aufstockung gibt es in diesem Baublog!

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Holzschacht: Noch mehr Vorteile

Das hohe Mass an Vorfertigung im Werk ist einer der ganz bedeutenden Vorzüge dieses Materials. Der gesamte Bauprozess ist beim Holzschacht schneller und sauberer. Der Schacht kommt bereits vorgefertigt als ein Element oder in wenigen Modulen auf die Baustelle. Der übliche Staub und Dreck fehlt (und wird von niemandem vermisst).

Trocknungsphasen kennt der Holzbau ebenfalls nicht. Das heisst, das Gebäude kann mit dem Aufzug umso schneller in Betrieb gehen.

Im Holzbau wird ausserdem auf den Millimeter genau gearbeitet, wodurch der Einbau noch reibungsloser abläuft. Sollte durch eine Fehlplanung oder eine Ungenauigkeit trotzdem mal etwas nicht passen, hat man beim Holz natürlich leichter die Möglichkeit, es beispielsweise unter dem Einsatz eines Hobels noch passend zu machen.

Thema Brandschutz

Da das Bauen mit Holz in diesen Dimensionen wie erwähnt ein eher neues Phänomen darstellt, ist das Regelwerk noch nicht überall dafür bereit. Die Aufzugstüren beispielsweise haben ihre Zulassung bezüglich des Brandschutzes offiziell nur für den Einbau in Beton und Mauerwerk. Da befindet man sich also rechtlich in einer Grauzone, die eine Ausnahmegenehmigung erfordert.

Beim Holzschacht-Bau ist der frühzeitige Kontakt mit dem Brandschutzbeauftragten ohnehin unerlässlich.

Wichtiger Tipp: Das Einfachste ist, den Aufzugsschacht so zu planen, dass er keine Brandabschnitte miteinander verbindet. Dann gelten nämlich auch keine Brandschutzanforderungen an den Fahrschacht und an die Türen. Somit wären diese Themen bereits vom Tisch!

Und noch ein Hinweis für alle Bauleiter: Bitte darauf achten, dass der Holzschacht sich nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen kann. Ansonsten kann sich das Holz nachträglich verziehen und dann sind Nachbesserungen nötig.

Infos & Beratung

Alle Kontaktmöglichkeiten sowie Informationen zu Kone und den Dienstleistungen der Aufzugsfirma gibt es hier!

Die Folge auf iTunes gibt es hier. Weisst du, womit du mir eine Freude bereiten würdest? Mit einem positiven Kommentar – vielen Dank!

Beste Grüsse
Marco

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