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Energie sparen: Mit Gebäudetechnik bis zu 40 % Kosten reduzieren

Wer die Anforderungen an die Gebäudetechnik früh definiert und die Anlagen richtig einreguliert, kann Energie sparen und den Komfort deutlich verbessern.

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    Zu warm, zu kalt, schlechte Luft – und gleichzeitig hohe Energiekosten? Oft liegt das Problem nicht an fehlender Technik, sondern daran, dass die verschiedenen Systeme im Gebäude nicht sauber zusammenspielen. Wer die Anforderungen an die Gebäudetechnik früh definiert und die Anlagen richtig einreguliert, kann Energie sparen und den Komfort deutlich verbessern.

    Dieser Baublog basiert auf unserem Podcast mit Martin Rapedius, Geschäftsführer der A&C Systems GmbH und Experte für Gebäudetechnik. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Fachplaner, Bauherrschaften und Investoren Wärme, Kälte, Lüftung, Energiemanagement und Gebäudeautomation von Beginn an richtig aufeinander abstimmen.

    Und am Ende haben wir noch etwas sehr Praktisches für dich: eine exklusive Checkliste, mit der du die wichtigsten Anforderungen an die Gebäudetechnik strukturiert definieren kannst!

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    Gute Gebäudetechnik beginnt bei den Anforderungen

    Die Qualität der Gebäudetechnik entscheidet sich nicht erst bei der Montage. Bereits in der Grundplanung muss klar sein, was das Gebäude und seine einzelnen Räume leisten sollen.

    Wie viel Wärme wird benötigt? Ist aktive Kühlung notwendig? Braucht es eine Einzelraumregelung? Welche Luftmengen sind vorgesehen? Welche Anforderungen bestehen bei Feuchtigkeit, Raumtemperatur oder Wärmerückgewinnung?

    Besonders bei grösseren Gebäuden und Mieterausbauten ist entscheidend, den Grundausbau sauber zu definieren. Nur wenn beispielsweise Luftmenge und Kühlleistung früh bekannt sind, können spätere Ausbaustufen sinnvoll darauf aufbauen.

    Wichtige Fragen in der frühen Planung sind:

    • Welchen Wärme- und Kältebedarf hat das Gebäude? 
    • Welche Räume müssen individuell geregelt werden? 
    • Wie werden Heizung, Kühlung und Lüftung kombiniert? 
    • Welche Anforderungen bestehen an Luftqualität und Feuchtigkeit? 
    • Wie werden Verschattung und Sonneneinstrahlung berücksichtigt? 
    • Wie können erneuerbare Energien eingebunden werden? 
    • Welche Mess- und Regeltechnik wird benötigt? 

    Je klarer diese Punkte definiert sind, desto präziser können Ausschreibung, Budget und spätere Ausführung darauf abgestimmt werden.

    Photovoltaik clever mit Gebäudetechnik verbinden

    Eine Photovoltaikanlage produziert genau dort Energie, wo sie für die Gebäudetechnik benötigt werden kann. Kühlung, Lüftung, Wärmeerzeugung und weitere technische Anlagen benötigen Strom – deshalb kann es sinnvoll sein, möglichst viel Solarstrom direkt im Gebäude zu nutzen.

    Interessant sind dabei auch Modelle wie ZEV und VZEV. Sie ermöglichen es, selbst produzierten Solarstrom innerhalb von Gebäuden beziehungsweise unter bestimmten Voraussetzungen auch über mehrere Gebäude hinweg zu nutzen und abzurechnen.

    Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wie viel Strom produziert die PV-Anlage? Sondern vielmehr: Wie viel davon kann das Gebäude selbst sinnvoll nutzen?

    Ein durchdachtes Energiemanagement verbindet Erzeugung und Verbrauch und hilft dabei, gezielt Energie zu sparen.

    /assets/images/Solarenergie-Photovoltaik.jpg

    Raumklima: Wenn die Systeme richtig zusammenspielen

    Eine leistungsfähige Gebäudetechnik bringt wenig, wenn Heizung, Kühlung und Lüftung nicht sauber aufeinander abgestimmt sind. Für ein angenehmes Raumklima sind vor allem Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Gehalt entscheidend.

    Moderne Kombifühler erfassen diese Werte laufend und ermöglichen eine präzisere Regelung. Gleichzeitig kann die Wärmerückgewinnung vorhandene Energie erneut nutzen, statt sie ungenutzt nach draussen abzugeben.

    Das verbessert den Komfort und hilft, Energie zu sparen und Betriebskosten zu senken.

    /assets/images/Bild_griesser_Sonnenlicht.jpg

    Verschattung kann Kühlenergie sparen

    Auch Sonnenstoren, Markisen und andere Verschattungselemente gehören zur energetischen Betrachtung eines Gebäudes.

    Wird ein Büro durch direkte Sonneneinstrahlung stark aufgeheizt, muss die Gebäudetechnik diese zusätzliche Wärme anschliessend wieder wegkühlen. Gleichzeitig kann ein Arbeitsplatz direkt am Fenster zu warm sein, während eine Person wenige Meter weiter bereits unter zu kalter Zuluft leidet.

    Darum sollte die Verschattung bereits in der Planung mit der Heizungs-, Lüftungs- und Kältetechnik abgestimmt werden. Sonnenstände und Verschattung können heute simuliert und anschliessend nach der Fertigstellung vor Ort feinjustiert werden.

    So lässt sich vermeiden, dass zuerst unnötig Wärme ins Gebäude gelangt und danach mit zusätzlicher Energie wieder herausgekühlt werden muss.

    /assets/images/Heizung-Heizkosten.jpg

    Energiemanagement macht Einsparpotenziale sichtbar

    Wer nicht weiss, wo Energie verbraucht wird, kann nicht gezielt optimieren. Ein modernes Energiemanagement erfasst beispielsweise elektrische Energie, Wasser, Warmwasser und Heizenergie.

    So lässt sich erkennen, ob einzelne Stockwerke oder Räume ungewöhnlich viel Energie benötigen. Gleichzeitig können Verbrauchsdaten für Verwaltungen und Abrechnungen aufbereitet werden.

    Bei Sanierungen sind dafür nicht zwingend kilometerlange neue Kabel notwendig. Je nach Anwendung kann man auch moderne Funklösungen einsetzen.

    Damit wird Gebäudetechnik messbar: Statt nur zu vermuten, dass eine Anlage ineffizient arbeitet, können konkrete Verbrauchswerte analysiert und problematische Bereiche gezielt optimiert werden.

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    Bis zu 40 Prozent Energiekosten sparen?

    Besonders grosses Potenzial steckt in bestehenden Gebäuden, deren Technik nie richtig einreguliert wurde. Eine professionelle Gebäudeanalyse betrachtet unter anderem Heizung, Kühlung, Lüftung, Verschattung, Speicherbewirtschaftung und Regelung.

    Martin hat schon Objekte gesehen, bei denen man mit einer korrekten Einregulierung 40 Prozent der Energiekosten einsparen konnte. Das lässt sich natürlich nicht pauschal auf jedes Gebäude übertragen – zeigt aber eindrücklich, wie teuer schlecht abgestimmte Systeme langfristig werden können.

    Ebenso wichtig ist die regelmässige Wartung. Filter, Messfühler und Regeltechnik müssen kontrolliert und gegebenenfalls neu kalibriert werden. Denn bereits ungenaue Messwerte können dazu führen, dass unnötig geheizt oder gekühlt wird.

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    Gebäudetechnik richtig definieren – mit unserer Checkliste!

    Das Fazit: Energieeffiziente Gebäudetechnik entsteht nicht durch möglichst viel Technik, sondern durch ein sauber geplantes Zusammenspiel aller Systeme. Wer Anforderungen, Energieerzeugung, Raumklima, Regelung und Wartung früh definiert, schafft die Grundlage für tiefere Betriebskosten und zufriedenere Nutzer.

    Und damit bei der Planung kein wichtiger Punkt vergessen geht, haben wir die zentralen Anforderungen aus dem Gespräch in einer praktischen Checkliste für die Gebäudetechnik zusammengefasst. Sie hilft insbesondere Fachplanern dabei, die wichtigsten Fragen von Beginn an strukturiert zu klären.

    Hier die Checkliste «Gebäudetechnik-Anforderungen richtig definieren» gratis herunterladen!

    BESTE GRÜSSE
    Marco

    Erstellt am: 06.09.2026

    Zuletzt bearbeitet am: 05.09.2026

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