Schiebetür, Drehtür und Rundbogentür: Jedes dieser Türsysteme hat seine Vor- und Nachteile, die wir in diesem Baublog besprechen werden.
Ausserdem geht es um das barrierefreie Planen und Bauen von automatisierten Zu- und Durchgängen in öffentlichen Gebäuden. Weiter erfährst du unter anderem, wie man Barrierefreiheit mit Ästhetik vereint und welches Türsystem besonders wartungsintensiv ist.
Dabei wird sich zeigen, dass Schiebetüren eine Vielzahl von Vorteilen bieten, die sie vielfach zur besten Lösung für öffentliche Gebäude wie Schulhäuser oder Spitäler machen.
Unser Gast ist Dean Stuppan, Sales Director bei der GEZE Schweiz AG, unserem brandneuen Kooperationspartner, den wir jetzt kurz vorstellen.

Das ist unser neuer Kooperationspartner!
GEZE bietet eine breite Palette an Tür-, Fenster- und Sicherheitstechnik. Dazu gehören automatische Türlösungen für Barrierefreiheit oder Brandschutz sowie Fensterantriebe zur natürlichen Lüftung oder zum Rauch- und Wärmeabzug im Brandfall.
Das 1863 gegründete Familienunternehmen mit über 3'000 Angestellten treibt auch die digitale Vernetzung der Gebäudeautomation voran. Wie die Türen und Fenster vernetzt GEZE die beteiligten Akteure während sämtlicher Phasen des Gebäudelebenszyklus, was dank den Branchen- und Fachkenntnissen des Unternehmens zu hervorragenden Ergebnissen führt – und das alles aus einer Hand.

So, jetzt schauen wir uns die drei gängigsten automatischen Türsysteme sowie deren Vorteile im Detail an!
Schiebetür: Praktisch & wartungsarm
Der erste offensichtliche Vorteil einer Schiebetür findet sich in der Begehung: Sie geht schnell auf, es kommt einem nichts entgegen. Es ist einfacher, die Türe beispielsweise mit einem Rollstuhl oder einem Einkaufswagen zu passieren, weshalb man diese Art der automatischen Tür häufig in Supermärkten und Spitälern sieht.
Man kann sich nicht mit den Händen an die Tür hängen – das ist vor allem bei den herumalbernden Kindern im Schulhaus vorteilhaft; es spart Reparatur- und Wartungskosten. Allgemein treten bei Schiebetüren vergleichsweise selten Defekte auf.
Ein weiterer Vorteil ist der geringe Platzbedarf. Eine Schiebetür benötigt bloss seitlich etwas Raum für die Schiebeflügel. Gerade in hoch frequentierten Korridoren ist das ein entscheidender Pluspunkt.
Dank den filigranen Profilen von GEZE stellt die Schiebetür zudem eine äusserst ästhetische Lösung dar. Schmale Profile, mehr Glas und damit mehr Licht – das entspricht ganz dem aktuellen Trend. Dieser lässt sich auch im Fensterbau beobachten, wie du in der Folge von letzter Woche mit der Firma Finstral nachlesen kannst.
Aus all diesen Gründen empfiehlt Dean jedem Schulhausplaner, auf Schiebetüren zu setzen.

Hinweise zum Schiebetür-Einbau
Es gibt bei der Schiebetür auch einige Herausforderungen, denen man Aufmerksamkeit schenken sollte. Besonders bei nachträglichen Einbauten müssen Bauanschlüsse, die Schwellensituation sowie die Stabilität des Sturzbereichs beachtet werden.
Als Bauherr musst du zudem puncto Dichtigkeit noch etwas berücksichtigen: Während Drehtüren dank ihrer rundum vorhandenen Dichtungen besser gegen Wärmeverlust isolieren, bieten Schiebetüren weniger Schutz. Eine Lösung bietet der Windfang, bei dem zwei Schiebetüren hintereinander eingebaut werden, was den Wärmeverlust verringert.
Drehtür: Platzsparend und energetisch top
Die Drehtür besteht aus zwei bis vier Türflügeln, die an einer vertikalen Mittelachse befestigt sind und in einem runden Gehäuse rotieren.
Wie oben bereits angetönt: Bei der Drehtür bleibt die Wärme im Haus. Dadurch ist sie besonders für Gebäude mit hohen Anforderungen an die Wärmedämmung interessant.
Eine Stärke der Drehtür ist auch ihr geringer Raumbedarf. Es braucht bloss im Sturzbereich etwas Platz, um einen Drehtürautomaten zu installieren. Im Gegensatz zur Schiebetür benötigt man seitlich keinen Raum. Je nach Situation (zum Beispiel in engen Korridoren) ist dieses Türsystem daher die einzig mögliche Lösung.
Und die Nachteile? Im Vergleich zur Schiebetür gibt es viel mehr Bestandteile wie Bänder und Schlösser, die defekt gehen können. Zudem schlägt sie immer ins Schloss, was dieses Bauteil speziell anfällig auf abnutzungsbedingte Defekte macht.
Auch die Begehung ist eine Schwäche der Drehtür: Viele Menschen mögen es nicht so, wenn ihnen die Tür entgegenkommt; gerade ältere Personen kann das verunsichern. Ausserdem öffnet sie sich langsamer als die Schiebetüren.

Rundbogentür für eine luxuriöse Fassade
Die Rundbogentür ist so edel, wie sie klingt! Mit ihren runden, filigranen Gläsern ist sie quasi die exklusivere (und auch deutlich kostenintensivere) Version der Schiebetür. Man sieht sie am Eingang von architektonisch anspruchsvollen Gebäuden wie luxuriösen Hotels oder repräsentativen Bürogebäuden.
Wer seine Fassade mit einer Rundbogentür schmücken möchte, muss etwas mehr Budget einplanen: Sie kostet ungefähr das Doppelte einer normalen Schiebetür. Auch die runden Ersatzteile sind entsprechend teuer und schwieriger zu bekommen, da sie auf Mass gebogen werden müssen.
Barrierefreiheit und Ästhetik vereint
Gerade in öffentlichen Gebäuden wie Schulhäusern und Spitälern sind automatische Türsysteme unerlässlich, um Menschen mit körperlichen Einschränkungen den Zugang zu erleichtern. Doch nicht immer entsprechen diese Türen den visuellen Vorstellungen der Architektinnen und Architekten. GEZE kennt jedoch einige Tricks, um das Erscheinungsbild noch ästhetischer zu gestalten.
So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, den Antrieb in der Decke zu verbergen. Alternativ hat GEZE den Antrieb «Slimdrive» (siehe Bild) im Sortiment. Dieser lässt sich mit seiner geringen Höhe von bloss 7 cm hinter den meisten Stürzen unauffällig verstecken.

Weitere Planungstipps
Auch beliebt sind Ausführungen ohne Schwelle. Das sieht zwar cool und modern aus, hat aber funktional einen grossen Nachteil: Das Wasser kann nicht ablaufen. Die GEZE-Schwellen hingegen sind mit einem Wasserablauf bestückt. Zudem ist eine Schwelle energetisch sinnvoller, da darin eine zusätzliche Abdichtung angebracht ist. Sich für eine schöne Schwelle zu entscheiden, ist also durchaus sinnvoll – zumal man die Profile ja farblich dem Boden anpassen kann, damit der optische Bruch minimal bleibt.
Die Führungsschiene kann übrigens schon in die Schwelle eingebaut werden, sobald der Unterlagsboden eingegossen wurde. Dean empfiehlt allerdings, die Schiene so spät wie möglich einzubauen, da sie sonst im weiteren Verlauf der Bauarbeiten beschädigt werden könnte.
Bei der Planung einer Schiebetür ist zudem wichtig, dass man beim Sturz oben seitlich ebenfalls genügend Platz einkalkuliert. Das Seitenteil benötigt nämlich auch einen Sturz, die Laufschiene kann nicht ins Leere laufen.
So profitieren Architekten von GEZE
GEZE bietet das Gesamtpaket von A bis Z! Dazu gehören die Beratung, das Erstellen des Leistungsverzeichnisses und Hilfe bei der Planung der Schnittstellen zu den anderen Gewerken.
Weitere Infos unter www.geze.ch/de