Die Aufzugsmodernisierung ist für Eigentümer und Verwaltungen von Mehrfamilienhäusern ein Thema, das oft zu lange aufgeschoben wird – mit potenziell teuren und riskanten Folgen. Dabei zeigt sich immer wieder: Nicht sichtbare Probleme sind häufig die gefährlichsten. Denn auch wenn eine Anlage noch funktioniert, kann sie technisch bereits am Limit sein.
Am Beispiel einer rund 25-jährigen Liftanlage, die von KONE betreut und modernisiert wurde, wird deutlich, warum frühzeitiges Handeln entscheidend ist. Der Aufzug lief über Jahre stabil, doch ein zentraler Punkt brachte die Eigentümerschaft zum Umdenken: die fehlende Ersatzteilverfügbarkeit. Sobald wichtige Komponenten nicht mehr erhältlich sind, wird jede Störung zum Risiko – bis hin zum kompletten Stillstand.
In diesem Baublog erfährst du, wann eine Liftmodernisierung wirklich nötig wird, welche Risiken drohen – und wie du teure Stillstände vermeidest.

Das ist KONE
Im Verlauf seiner über 110-jährigen Geschichte hat sich KONE vom kleinen Maschinenbetrieb in Helsinki zu einem globalen Technologieführer in der Aufzugs-, Rolltreppen- und Automatiktürenbranche entwickelt. Mit innovativen Lösungen und Services für intelligente Gebäude prägt das Unternehmen heute die nächste Entwicklungsphase – sowohl für sich selbst als auch für die gesamte Branche.
Wann braucht es die Liftmodernisierung?
Ein Aufzug kündigt sein «Ablaufdatum» selten deutlich an. Oft sind es indirekte Signale, die ernst genommen werden müssen:
• Der Servicemonteur stellt vermehrt Störungen fest
• Ersatzteile sind nicht mehr verfügbar
• Die Anlage ist 20–25 Jahre oder älter
• Vorschriften oder technische Standards haben sich verändert
Gerade der Punkt Ersatzteile ist kritisch: Wenn zentrale Bauteile wie Steuerung oder Motor ausfallen und nicht mehr lieferbar sind, kann ein Aufzug wochenlang ausser Betrieb sein. Lieferzeiten von mehreren Wochen sind keine Seltenheit.
Ein Praxisbeispiel zeigt: Eine Anlage kann über Jahrzehnte problemlos laufen – und plötzlich häufen sich die Einsätze des Servicetechnikers. In solchen Fällen ist man oft bereits zu spät dran.

Wenn der Aufzug unverzichtbar ist
Die Entscheidung zur Aufzugsmodernisierung fällt selten aufgrund häufiger Defekte. Viel häufiger geht es um Sicherheit und Planungssicherheit.
Im konkreten Fall war der Aufzug zwar noch funktionsfähig, doch die Eigentümerschaft erkannte ein zentrales Risiko: Im Ernstfall hätte ein Defekt nicht mehr behoben werden können. Gerade bei einem Aufzug, der zwar nicht ständig genutzt wird, aber in entscheidenden Momenten unverzichtbar ist (z. B. für schwere Transporte oder eingeschränkte Mobilität), ist das ein untragbarer Zustand.
Trotz Konkurrenzangeboten entschied sich die Eigentümerschaft in unserem Fall bewusst für KONE. Ausschlaggebend waren die bisherigen Erfahrungen, die transparente Offerte und die professionelle Abwicklung – ein Entscheid, mit dem sich die Beteiligten im Nachhinein zufrieden zeigen.

So läuft die Aufzugsmodernisierung ab
Der Ablauf einer Aufzugsmodernisierung ist klar strukturiert und beginnt lange vor der eigentlichen Umsetzung.
1: Kontaktaufnahme und Analyse
Eigentümer melden sich beim Anbieter – häufig über bestehende Servicekontakte, wie im Beispiel direkt bei KONE, oder über die Website. Anschliessend erfolgt eine Besichtigung vor Ort.
2: Offerte und Planung
Die Anlage wird detailliert analysiert, Bedürfnisse werden aufgenommen und eine massgeschneiderte Lösung ausgearbeitet.
3: Vorbesprechung auf der Baustelle
Vor dem Start werden alle Details geklärt: Zeitplan, Zugang und Besonderheiten (z. B. Attikawohnungen), Kommunikation mit Bewohnern.
4: Umsetzung
Die eigentliche Modernisierung dauert je nach Anlage rund 1–2 Wochen. Während dieser Zeit ist der Aufzug ausser Betrieb – ein Punkt, der frühzeitig kommuniziert werden muss.
5: Abschluss und Inbetriebnahme
Nach der Fertigstellung erfolgt die Abnahme und Übergabe.
Viele Verbesserungen sind auf den ersten Blick sichtbar, andere wirken im Hintergrund.

Sichtbare Veränderungen:
• Neue Bedienpanels innen und aussen
• Modernisierte Kabinenbeleuchtung (z. B. LED)
Technische Verbesserungen:
• Neue Steuerung für höhere Betriebssicherheit
• Verbesserte Ersatzteilverfügbarkeit
• Moderne Sicherheitsfunktionen
Ein wichtiger Punkt: Nicht alle Probleme verschwinden automatisch. Beispielsweise kann ein leichtes Ruckeln bestehen bleiben, wenn mechanische Komponenten wie Laufschienen nicht ersetzt wurden.
Abwarten? Das sind die Risiken
Wer zu lange mit der Aufzugsmodernisierung wartet, geht ein erhebliches Risiko ein – technisch und finanziell: Eine zentrale Komponente könnte ausfallen, Ersatzteile nicht mehr verfügbar sein und die Anlage über Wochen stillstehen.
Besonders kritisch ist die Steuerung: Wenn einzelne Platinen ausfallen, ist oft kein Ersatz mehr erhältlich. Dann bleibt nur noch der komplette Austausch – meist unter Zeitdruck und mit höheren Kosten.
Eine schrittweise Modernisierung einzelner Komponenten kann sinnvoll sein, birgt jedoch ebenfalls Risiken. Denn nach dem Austausch eines Teils kann bereits das nächste Bauteil ausfallen.
Eine Liftmodernisierung sollte weder hinausgezögert noch unkoordiniert in Einzelmassnahmen erfolgen. Entscheidend ist ein frühzeitiges, durchdachtes Vorgehen – abgestimmt auf Zustand, Alter und Ersatzteilsituation der Anlage.

Fazit: Früh handeln spart Kosten und Nerven
Eine Aufzugsmodernisierung ist kein reaktives, sondern ein strategisches Thema. Wer frühzeitig plant, profitiert mehrfach:
• Höhere Betriebssicherheit
• Vermeidung von Notfallkosten
• Bessere Planbarkeit für Eigentümer und Verwaltung
• Werterhalt der Immobilie
Oder anders gesagt: Ein Aufzug muss nicht erst ausfallen, um zum Problem zu werden. Oft reicht schon ein Blick auf das Alter und die Ersatzteilsituation, um zu erkennen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Modernisierung gekommen ist.
Interesse an einer Aufzugsmodernisierung? Hol dir jetzt eine unverbindliche Beratung und lass dir ein passendes Angebot erstellen. HIER geht’s zum Kontakt mit KONE!