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Die 4 häufigsten Mehrkosten beim Gartenbau

Gerade im Gartenbau treiben unvorhergesehene Mehrkosten bisweilen Sorgenfalten auf die Stirnen von Bauherren, Bauleitern und Architekten. Du erfährst heute von Matthias Wipfli, welche die 4 häufigsten Arten von Mehrkosten beim Gartenbau sind und wie du sie verhindern kannst. Matthias, Inhaber von Wipfli Bausupport, ist gelernter Landschaftsgärtner, diplomierter Bauführer Gartenbau und hat bereits über 20 Jahre Berufserfahrung.

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1: Falsche Volumenberechnungen

Matthias erlebt immer wieder, dass bei der Ausschreibung die Volumenzuschläge vergessen gehen. 

Als Beispiel können wir die Kieskofferung einer Hauszufahrt nehmen. Eine 100 Quadratmeter grosse Einfahrt mit einer Kofferung von 50 Zentimetern erfordert eine Kiesmenge von rund 50 Kubikmetern. Nun ist es aber so, dass es links und rechts zur Befestigung der Einfahrt ein Kiesbankett braucht. Das macht am Ende etwa 25 Prozent mehr Kies – keine unerhebliche Menge, die jedoch oft vergessen geht.

Es kommt auch vor, dass die Schichtstärken falsch berechnet werden. Damit meint Matthias Fehler bei den Schnittstellen, wo die Arbeit des einen Unternehmers aufhört und die des anderen anfängt. Es kann beispielsweise sein, dass der Tiefbauer bis zu 50 Zentimeter unter dem Grund auffüllt, der Gärtner jedoch nur 30 Zentimeter einrechnet. Dann fehlen dir 20 Zentimeter, die zu hohen Mehrkosten führen.

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2: Ausdehnung des Bearbeitungsperimeters

In einem Innenraum gibt es vier Wände als feste Begrenzungen. Im Freien fehlen natürlich solche scharfen Trennlinien und der Garten geht quasi fliessend in die benachbarte Parzelle über. Es kann dann vorkommen, dass der Unternehmer – bewusst oder unbewusst – die zu bearbeitende Fläche und damit den Bearbeitungsperimeter vergrössert.

Der Grund dafür liegt meist in der Planung, die den angrenzenden Grundstücken zu wenig Beachtung schenkte. Die Übergänge müssen dann noch angepasst werden. Solche Anpassungen berücksichtigt Matthias jeweils von Anfang an im Budget. Generell kannst du aber böse Überraschungen in Form von Mehrkosten verhindern, wenn du bei der Ausschreibung sozusagen bereits über den Gartenrand hinausschaust.

3: Bestellungsänderungen während der Ausführung

Bei diesem Punkt verursachen Materialänderungen – zum Beispiel eines Belags – die meisten Mehrkosten. Im schlimmsten Fall ist das Material nicht nur bereits vorbestellt, sondern sogar schon auf der Baustelle eingetroffen. Wenn du es dir so spät noch anders überlegst, musst du leider etwas tiefer in die Tasche greifen als geplant.

Auch wenn beispielsweise der Sitzplatz plötzlich doch etwas grösser sein soll, kommen Zuschläge bei der Nachbestellung von Materialien hinzu.

Die einfache Lösung: Mach dir schon früh Gedanken darüber, welche Materialien du wirklich wählen willst. Je früher du einen detaillierten und definitiven Umgebungsplan hast, desto besser ist es für dein Bauprojekt.

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4: Wetterbedingungen

Auch Petrus kann es dir als Bauherr schwierig machen, wie Matthias weiss. So zahlt der Unternehmer dem Deponiebetreiber einen Zuschlag fürs Aushubmaterial, wenn dieses vernässt geliefert wird.

Du kannst dem aktiv vorbeugen, indem du im Werkvertrag erwähnst, dass der Unternehmer verpflichtet ist, das Aushubmaterial entsprechend abzudecken. Oder dass Zuschläge solcher Art bereits in der Kalkulation enthalten sein müssen.

Weiter kann das Wetter den Zugang zur Baustelle erschweren, sodass man eine provisorische Baupiste erstellen muss.

Drei wichtige Tipps zum Abschluss

  • Saubere Ausschreibung. Wie überall bildet auch im Gartenbau eine gute Planung die Basis für eine kostenstabile Ausführung. Eine makellose Ausschreibung zu erstellen erfordert Fachwissen. Matthias und sein Team können dir dabei helfen und kontrollieren, ob du an alles gedacht hast.
  • Klar definierter Arbeitsperimeter.
  • Optimierter Projektablauf. Das bedeutet: Keine unnötigen Zu- oder Abfuhren von Boden- oder Fundationsmaterial, das an anderer Stelle noch verwendet werden könnte.

Falls du Fragen an Matthias hast, erreichst du ihn gut per Mail. Du kannst dich auch gerne auf der Website von Wipfli Bausupport umsehen.

Übrigens: Schlechtes Wetter kann nicht nur im Gartenbau zu Mehrkosten führen. Trägt etwa der Gipser den Grundputz auf vom Regen angefeuchtete Wände auf, könnte dies schlimme Folgen haben. Mehr dazu gibt es hier zu lesen. 

Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

Beste Grüsse, Marco

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Gerade im Gartenbau treiben unvorhergesehene Mehrkosten bisweilen Sorgenfalten auf die Stirnen von Bauherren, Bauleitern und Architekten. Du erfährst heute von Matthias Wipfli, welche die 4 häufigsten Arten von Mehrkosten beim Gartenbau sind und wie du sie verhindern kannst. Matthias, Inhaber von Wipfli Bausupport, ist gelernter Landschaftsgärtner, diplomierter Bauführer Gartenbau und hat bereits über 20 Jahre Berufserfahrung.

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1: Falsche Volumenberechnungen

Matthias erlebt immer wieder, dass bei der Ausschreibung die Volumenzuschläge vergessen gehen. 

Als Beispiel können wir die Kieskofferung einer Hauszufahrt nehmen. Eine 100 Quadratmeter grosse Einfahrt mit einer Kofferung von 50 Zentimetern erfordert eine Kiesmenge von rund 50 Kubikmetern. Nun ist es aber so, dass es links und rechts zur Befestigung der Einfahrt ein Kiesbankett braucht. Das macht am Ende etwa 25 Prozent mehr Kies – keine unerhebliche Menge, die jedoch oft vergessen geht.

Es kommt auch vor, dass die Schichtstärken falsch berechnet werden. Damit meint Matthias Fehler bei den Schnittstellen, wo die Arbeit des einen Unternehmers aufhört und die des anderen anfängt. Es kann beispielsweise sein, dass der Tiefbauer bis zu 50 Zentimeter unter dem Grund auffüllt, der Gärtner jedoch nur 30 Zentimeter einrechnet. Dann fehlen dir 20 Zentimeter, die zu hohen Mehrkosten führen.

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2: Ausdehnung des Bearbeitungsperimeters

In einem Innenraum gibt es vier Wände als feste Begrenzungen. Im Freien fehlen natürlich solche scharfen Trennlinien und der Garten geht quasi fliessend in die benachbarte Parzelle über. Es kann dann vorkommen, dass der Unternehmer – bewusst oder unbewusst – die zu bearbeitende Fläche und damit den Bearbeitungsperimeter vergrössert.

Der Grund dafür liegt meist in der Planung, die den angrenzenden Grundstücken zu wenig Beachtung schenkte. Die Übergänge müssen dann noch angepasst werden. Solche Anpassungen berücksichtigt Matthias jeweils von Anfang an im Budget. Generell kannst du aber böse Überraschungen in Form von Mehrkosten verhindern, wenn du bei der Ausschreibung sozusagen bereits über den Gartenrand hinausschaust.

3: Bestellungsänderungen während der Ausführung

Bei diesem Punkt verursachen Materialänderungen – zum Beispiel eines Belags – die meisten Mehrkosten. Im schlimmsten Fall ist das Material nicht nur bereits vorbestellt, sondern sogar schon auf der Baustelle eingetroffen. Wenn du es dir so spät noch anders überlegst, musst du leider etwas tiefer in die Tasche greifen als geplant.

Auch wenn beispielsweise der Sitzplatz plötzlich doch etwas grösser sein soll, kommen Zuschläge bei der Nachbestellung von Materialien hinzu.

Die einfache Lösung: Mach dir schon früh Gedanken darüber, welche Materialien du wirklich wählen willst. Je früher du einen detaillierten und definitiven Umgebungsplan hast, desto besser ist es für dein Bauprojekt.

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4: Wetterbedingungen

Auch Petrus kann es dir als Bauherr schwierig machen, wie Matthias weiss. So zahlt der Unternehmer dem Deponiebetreiber einen Zuschlag fürs Aushubmaterial, wenn dieses vernässt geliefert wird.

Du kannst dem aktiv vorbeugen, indem du im Werkvertrag erwähnst, dass der Unternehmer verpflichtet ist, das Aushubmaterial entsprechend abzudecken. Oder dass Zuschläge solcher Art bereits in der Kalkulation enthalten sein müssen.

Weiter kann das Wetter den Zugang zur Baustelle erschweren, sodass man eine provisorische Baupiste erstellen muss.

Drei wichtige Tipps zum Abschluss

  • Saubere Ausschreibung. Wie überall bildet auch im Gartenbau eine gute Planung die Basis für eine kostenstabile Ausführung. Eine makellose Ausschreibung zu erstellen erfordert Fachwissen. Matthias und sein Team können dir dabei helfen und kontrollieren, ob du an alles gedacht hast.
  • Klar definierter Arbeitsperimeter.
  • Optimierter Projektablauf. Das bedeutet: Keine unnötigen Zu- oder Abfuhren von Boden- oder Fundationsmaterial, das an anderer Stelle noch verwendet werden könnte.

Falls du Fragen an Matthias hast, erreichst du ihn gut per Mail. Du kannst dich auch gerne auf der Website von Wipfli Bausupport umsehen.

Übrigens: Schlechtes Wetter kann nicht nur im Gartenbau zu Mehrkosten führen. Trägt etwa der Gipser den Grundputz auf vom Regen angefeuchtete Wände auf, könnte dies schlimme Folgen haben. Mehr dazu gibt es hier zu lesen. 

Wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen. 

Ich stehe für Bauqualität, Kosteneffizienz und Termineinhaltung.

Beste Grüsse, Marco

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