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Der perfekt koordinierte Ablauf deiner Gipserarbeiten

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Inhaltsverzeichnis

Wenn du öfters mal in den Baublog reinschaust, dann weisst du: Organisation ist das A und O beim Bauen. Du möchtest als Bauherr nichts dem Zufall überlassen – denn das führt sehr schnell zu Bauverzögerungen und Mehrkosten. Heute sprechen wir deshalb über die optimale Baustellenorganisation mit dem Gipser im Innenbereich. Wir schauen alles an, was für einen perfekt koordinierten Ablauf der Gipserarbeiten nötig ist: die korrekte Baustelleninstallation, Pläne, Arbeitsabläufe und die wichtigsten Termine.

Mein Podcast-Gast ist mit Gipsermeister Armin Waldschmidt der Inhaber und Geschäftsführer von Novapex. Gipserarbeiten von Projekten im Rohbau über Umbautätigkeiten bis hin zu feinen Stuckatur-Arbeiten gehören zum Haupttätigkeitsfeld der Firma Novapex. Ausserdem übernimmt das Unternehmen aus Bassersdorf Fassaden- und Malerarbeiten.

Armin hat vor der Gründung von Novapex 5 Jahre lang als Projektleiter bei einem Gipserbetrieb gearbeitet. Dabei musste er feststellen, dass es auf den Baustellen noch viel Verbesserungspotenzial punkto Organisation und Qualität gibt – und genau hier möchte sein Unternehmen ansetzen.

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Wann ist es Zeit für den Gipser?

Der Rohbau sollte bereits fertig sein, wenn der Gipser anfängt. Das bedeutet: Das Mauerwerk ist vorhanden, das Dach ebenfalls und die Fenster sind geschlossen. Im Optimalfall ist bei den Fenstern die innere Abdichtung erledigt. Dies gewährleistet für die Gipserarbeiten eine konstante Temperatur im Innenbereich.

Vorteilhaft ist ausserdem, wenn man zuerst den Gips innen verarbeitet und erst dann die äusseren Arbeiten ausführt. So kann der Gips schneller nach aussen durchs Mauerwerk austrocknen und die Feuchtigkeit kann aus dem Gebäude.

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So förderst du die Qualität der Gipserarbeiten

Wichtig ist eine Besprechung vor dem Start der Arbeiten, bei der nebst dem Bauleiter auch der Elektriker (Stromleitungen, Steckdosen) und der Sanitär (Verputz in Nasszellen) anwesend sind. 

Durch Vorkehrungen auf der Baustelle kannst du die Gipserarbeiten und damit auch die Kosteneffizienz positiv beeinflussen. Gibt es genügend Platz für die Mulde? Gibt es einen Raum, wo der Unternehmen seine Materialien lagern kann?

Gerade im Zusammenhang mit der Grundputz-Maschine ist ein ausreichender Wasserdruck notwendig. Gibt es einen schwankenden Wasserdruck, funktioniert die Maschine nicht, was zu einem Baustopp führen kann. Weiter ist es wichtig, dass alles abgedichtet und trocken ist.

«Nur mit trockenen und sauberen Beton-Untergründen können die Gipserarbeiten einwandfrei durchgeführt werden.»

«Trocken» bedeutet beim Beton, dass er noch höchstens 3 Massenprozent nass sein darf. Bei der Raumluftfeuchtigkeit gilt 60 Prozent als Maximum. Für das Ermitteln der Feuchtigkeit im Beton und in der Raumluft gibt es Messgeräte.

Um das richtige Klima im entstehenden Gebäude zu erhalten, ist es notwendig zu lüften. Dreimal täglich etwa eine Viertelstunde lang stosslüften, so lautet hier Armins Devise.

Welche Pläne benötigt der Gipser?

Für die Gipserarbeiten im Nassputzbereich sind Pläne noch nicht unbedingt nötig, sagt Armin. Da bestehe eher die Gefahr, dass zu viele Details auf den Plänen zu sehen sind.

«Wenn es viele Sichtbetonwände gibt, ist ein grosser farbiger Plan als Übersicht hilfreich.» 

Das gilt auch für eher komplexe Stellen, die oft unterschiedlich gelöst werden. Die Fensterbänke etwa werfen für den Gipser jeweils viele Fragen auf, auf die er Antworten in Form von Plänen benötigt. 

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Was muss der Gipser beachten?

Wechseln wir nun die Perspektive und schauen mal, was denn der Unternehmer für möglichst reibungslose Gipserarbeiten tun muss. Für Armin ist klar:

«Sauberkeit, Selbstorganisation und ein respektvoller Umgang – das ist das Wichtigste auf der Baustelle.»

Dazu gehört auch eine gute Kommunikation. Wenn also wie oben beschrieben ein gleichmässig hoher Wasserdruck benötigt wird, dann muss man dies den anderen auch mitteilen. 

Standardtermine für die Gipserarbeiten

Nehmen wir als Beispiel einen Raum, in dem von allem etwas dabei ist: Betonwände, normales Mauerwerk, ein Fenster, Kantenschütze, Elektroschlitze.

Der erste Tag der Gipserarbeiten könnte dann so aussehen: Zunächst beginnt man mit dem Auftragen der Haftbrücken auf die Betonflächen an Decke und Wänden. Unseriöse Gipser versuchen hier das Material mit Wasser zu strecken, um Geld einzusparen. Das ist gefährlich und kann dazu führen, dass später der Putz von der Decke fällt!

Dann fängt man an, Kantenschütze zu setzen. In einem nächsten Schritt kommt ein Netz über die Stromleitungen, damit es dort keine Risse gibt.

Am zweiten Tag wird der Grundputz aufgetragen, nachdem man die Fenster abgedeckt hat. Anschliessend folgt eine längere Trocknungsphase. Dann kann man den Unterlagsboden einbringen. Armin empfiehlt, den Unterlagsboden vor dem Weissputz an der Decke zu machen.

«Ansonsten kann sich durch die Feuchtigkeit des Unterlagsbodens am Weissputz – vor allem an verwinkelten Stellen – Schimmel bilden.»

Wenn du jetzt neugierig auf die Firma Novapex geworden bist, dann schau doch mal auf der Website des Gipsergeschäfts vorbei. Die persönliche LinkedIn-Seite von Armin Waldschmidt findest du hier.

Zum spannenden Thema «Grundputz» gibt es übrigens einen separaten Baublog, dessen Lektüre dir den einen oder anderen Ärger ersparen könnte.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig über eine Bewertung und einen positiven Kommentar auf iTunes freuen! 

Beste Grüsse
Marco

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